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Schlagwort: Recht auf Spiel

WELTSPIELTAG: ELTERN SIND DIE STÄRKSTE LOBBY

Am 28. Mai 2011 ist Weltspieltag. Dieses Jahr lautet das Motto: „Spielorte neu entdecken!“

Holger Hofmann, Deutsches Kinderhilfswerk

Holger Hofmann vom Deutschen Kinderhilfswerk und Initiator des Weltspieltages erzählt, warum es wichtig ist, uns Spielorte bewusst zu machen, warum Naturerfahrungen nicht zu kurz kommen dürfen und warum ein Umdenken in der Gesellschaft und bei uns selbst notwendig ist, um die Lobby spielender Kinder zu stärken.

 

Herr Hofmann, warum ist es wichtig, Spielorte neu zu entdecken?

Hofmann: Wir müssen doch leider feststellen, der Freiraum, der Kindern und Jugendlichen für „freies Spiel und Bewegung“ zur Verfügung steht, nimmt stetig ab. Viele Aktivitäten finden nur noch im pädagogisch betreuten Rahmen statt.

Deshalb wollen wir mit dem Weltspieltag deutlich machen, dass es eine Vielfalt an Spielorten gibt, die nicht immer offensichtlich sind. Es gibt mehr als die ausgewiesenen Spielplätze oder den häuslichen Computer. Kinder haben auch heute Orte draußen, die sie anregen und es wäre das Ziel, diese zu benennen, kenntlich zu machen und weiterzuentwickeln.

Prinzipiell gilt: Wir als Erwachsene wollen uns nicht anmaßen, zu sagen, wir wissen, welche Orte für Kinder attraktiv sind. Wir gehen zwar davon aus, dass es Orte gibt, die wir aus unserer eigenen Kindheit kennen, die auch heute noch einen Stellenwert für Kinder haben müssten. Aber wissen, ob das für Kinder attraktiv ist, tun nur die Kinder selbst.

 

 

Welche Spielorte sind attraktiv für Kinder und Jugendliche?

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20 JAHRE RECHT AUF SPIEL

„Kinder haben das Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.“

UNICEF Aktion - 20 Jahre KinderrechteSo steht es seit 20 Jahren in Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention (PDF-Datei). Diese umfasst neben dem Recht auf Spiel weitere Kinderrechte aus sozialen, bürgerlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen.

Kinderrechte ins Grundgesetz
Leider gestaltet sich die Umsetzung der damals vereinbarten Kinderrechte nach wie vor schwierig. Denn die Kinderrechts-konvention hat eben keinen Gesetzesstatus, sondern ist eher als Vereinbarung zu verstehen, zu deren Einhaltung sich alle unterzeichnenden Nationen verpflichtet haben. In Deutschland wird seitens der Kinderlobby deshalb schon seit Jahren dafür gekämpft, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern, um diesen dadurch mehr Gewicht zu verleihen.

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