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Spielplatztreff | BLOG Beiträge

DEUTSCHLANDS ERSTE „BESPIELBARE STADT“

Griesheim, die südhessische Stadt mit ihren 26.000 Einwohnern, darf sich seit Anfang September 2009 „erste bespielbare Stadt Deutschlands“ nennen.

Die Stadt setzte sich gegen 119 Bewerber durch und gewann den mit 15.000 Euro dotierten Preis der Stiftung „Lebendige Stadt“. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass es der Stadt gelungen sei, mit einfachen Mitteln Kinder zum Spielen einzuladen.

Prof. Meyer
Prof. Meyer, Evangelische Fachhochschule Darmstadt

Doch was genau heißt das, eine „bespielbare Stadt“ zu sein? Dazu haben wir Professor Bernhard Meyer, Mitinitiator des Projektes, befragt. Er arbeitet an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt und beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit Spielräumen für Kinder und Jugendliche.

Frage: Herr Professor Meyer, von Ihnen stammt die Idee, Griesheim „bespielbar“ zu machen. Was genau können wir uns darunter vorstellen?

Prof. Meyer: Auf einer Strecke von etwa 25 Kilometern mitten in Griesheim haben wir auf den Fußwegen nach Flächen gesucht, die neben dem eigentlichen Gehweg, Raum zum Spielen geben. Letztendlich konnten an 101 Stellen Objekte im Straßenraum aufgestellt werden – Punkte im Pflaster, blaue Hüpfer, Balken usw. – die verschiedenste Spielmöglichkeiten bieten.

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Teil III: ALTERSGERECHTE SPIELPLÄTZE

Uwe Lersch ist Spielflächenplaner bei Kompan
Uwe Lersch ist Spielflächenplaner bei Kompan

In Teil I und II unserer BLOG-Serie ging es um die Sicherheit auf Spielplätzen und um den perfekten Spielplatz. Heute im dritten Teil wollen wir herausfinden, welche Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen bei der Planung von Spielflächen berücksichtigt werden sollten und warum.

Auch dieses Mal hat sich Uwe Lersch, Spielflächenplaner beim dänischen Spielgeräteentwickler und –produzenten Kompan, Zeit genommen, um unsere Fragen zu beantworten.

 

Herr Lersch, Sie haben beim letzten Mal betont, Spielflächen sollten möglichst genau auf die Bedürfnisse der jeweils anvisierten Zielgruppe zugeschnitten sein. Warum?

Lersch: Ziel meiner Arbeit ist es, eine Spielfläche so zu planen, dass Kinder optimal gefördert werden.

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TEIL II: DER PERFEKTE SPIELPLATZ

Im ersten Teil unserer BLOG-Serie haben wir uns mit der Sicherheit auf Spielplätzen beschäftigt. Heute wollen wir uns genauer ansehen, wie ein perfekter Spielplatz aussieht.

Uwe Lersch
Uwe Lersch ist Spielflächenplaner bei Kompan

Uwe Lersch, Spielflächenplaner beim dänischen Spielgeräteentwickler und –produzenten Kompan, hat sich auch dieses Mal wieder Zeit genommen, unsere Fragen zu beantworten. Vielen Dank!

 

Herr Lersch, gerade vor dem Hintergrund, dass unsere User auf Spielplatztreff selbst Spielplätze bewerten, frage ich Sie zunächst mal: Nach welchen Kriterien beurteilen Sie eigentlich Spielplätze?

Lersch: Aus professioneller Sicht eines Spielflächenplaners sind für mich folgende Kriterien bei der Beurteilung einer Spielfläche entscheidend:

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TEIL I: SICHERHEIT GEHT VOR!

Anfang Juni kam der TÜV Rheinland in seinem Spielplatztest – in Auftrag gegeben von BILD der FRAU – zu Besorgnis erregenden Ergebnissen: Von 75 getesteten Spielplätzen waren nur sieben in einwandfreiem Zustand. Bei den anderen wurden teilweise so gravierende Mängel festgestellt, dass auf 16 Spielplätzen die Empfehlung „SOFORT SPERREN!“ ausgesprochen wurde.

Wir haben damals hier im Blog darüber berichtet und mussten vor allem feststellen, dass diese Testergebnisse in erster Linie große Unsicherheiten bei uns auslösten und viele Fragen aufwarfen.

Spielplatztreff ist an der Sache dran geblieben und hat nachgefragt! In einer 4-teiligen BLOG-Serie werden wir uns nicht nur mit dem Thema Sicherheit befassen, sondern prinzipiell interessante Aspekte zur Spielplatz-Thematik näher beleuchten.

Uwe Lersch ist Spielflächenplaner
Uwe Lersch ist Spielflächenplaner

Wir freuen uns sehr, dass sich Uwe Lersch, Spielflächenplaner aus Iserlohn, für diese BLOG-Serie die Zeit genommen hat und unsere Fragen beantwortet. Vielen Dank dafür!

 

Herr Lersch, was machen Sie als Spielflächenplaner?

Lersch: Wie bereits aus meiner Berufsbezeichnung hervorgeht, plane und realisiere ich Außenspielflächen. Ein ganz wichtiger Kern meiner Arbeit besteht jedoch darin, Entscheidungsträger und Betreiber von Spielflächen, die ja unterhaltspflichtig und sicherheitsverantwortlich sind, über zeitgemäße Außenspielpädagogik zu informieren, immer auch im Hinblick auf den aktuellen Stand der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie den Unterhaltskostenbetrachtungen. Dies geschieht sowohl in Form von Projekt-bezogenen Gesprächen als auch von Seminaren und Foren.

 

Überrascht Sie das schlechte Abschneiden der Spielplätze im aktuellen Spielplatztest?

Lersch: Nein, durchaus nicht. Um dazu vorab eine berechtigte Klassifizierung vorzunehmen: Je gleichgültiger der politischen Ebene einer Kommune oder dem Vorstand einer Wohnungsbaugesellschaft oder eines Facility-Managers die Spielplatzfrage ist, desto schlechter ist auch die Spielplatzsituation insgesamt (Größe, Ausstattung, Sicherheit).

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