AUF DEM SPIELPLATZ WOHNEN FLECKENZWERGE – NA UND?!

Wenn Kinder draußen spielen, können sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Es gibt kaum einen besseren Ort, um sich so richtig spielerisch zu entfalten, als die Natur. Auch Spielplätze werden in den letzten Jahren immer naturverbundener gestaltet und so konzipiert, dass sie Kinder zu allerhand Spielideen inspirieren. Beim Spielen im Freien gibt es aber nicht nur frische Luft, Abenteuer und jede Menge Spaß. Auch Matsch, Sand und allerhand andere Dinge finden ihren Weg auf die Kleidung unserer Liebsten. Gelassenheit und ein paar Tipps zur Fleckenentfernung können helfen.

Matschen macht Spaß und Flecken 😉 Foto: @ qimono (CCO-Lizenz) / Pixabay

Vor allem Eltern von kleineren Kindern kennen das: Kein Tag auf dem Spielplatz, ohne dass der Berg an Schmutzwäsche wächst. Kinder stört es nicht, wenn sie beim Spielen dreckig werden. Sie wollen die Welt entdecken und dabei nicht von ihren Mamas (meistens sind es ja die, die sich um die Wäscheberge zu Hause kümmern) dabei ausgebremst werden.

 

„Pass auf! Mach dich nicht schmutzig!“

In all den Jahren während wir auf Spielplätzen oder in der Natur unterwegs waren, habe ich verstanden: Fleckenzwerge in der Kleidung gehören dazu. Vielleicht, weil sie kein Geräusch mehr lieben als fröhliches Kinderlachen und weil es ihnen einfach pure Freude bereitet, adrette Kinderkleidung in ein Sammelsurium aus Matsch, Dreck und allerhand Flecken zu verwandeln? 😉 Wer weiß!

Jedenfalls ist es überflüssig, den Kindern Ratschläge wie:„Pass auf! Mach dich nicht schmutzig!“ hinterherzurufen. Eher helfen in der feuchten und kühleren Jahreszeit Matschklamotten und Gummistiefel, den gröbsten Schmutz abzuwehren. Wobei meine Kinder mit neun und 12 Jahren inzwischen aus dem Alter raus sind, so etwas anzuziehen. Und im Sommer bleiben Matschhose und Gummistiefel dann auch bei den jüngeren Kindern öfter zu Hause, weil es einfach zu warm dafür ist. Trotzdem nur halb so wild. Denn letztendlich zählt am Ende des Tages, dass die Kinder viel Spaß und ausreichend Bewegung hatten und, dass die kostbare Freizeit nicht nur vor dem Fernseher oder am Tablet verbringen. Wie heißt es so passend:


Am Ende eines Tages sollten deine Füße dreckig,
deine Haare zerzaust sein 
und deine Augen leuchten.


 

Häufige Flecken entfernen

Fleckenzwerge 😉 / Foto: @ Prawny (CCO-Lizenz) / Pixabay

Daher war und ist bis heute meine Devise: Um die Flecken wird sich erst nach dem Spielplatz-Ausflug gekümmert. So manchem Fleck sieht man schon auf den ersten Blick an, der wird in der Waschmaschine garantiert nicht rausgehen.

Obwohl hier die Auswahl des Waschmittels noch einiges bewirken kann. Abe wer die Wahl hat, hat die Qual… Welches nehmen? Vollwaschmittel sind zwar echte Allrounder für sämtliche Temperaturen, Buntwaschmittel gehen dafür aber deutlich schonender mit Farben um. Ich entscheide mich meistens für letzteres. Die Vor- und Nachteile sowie die besonderen Eigenschaften einzelner Waschmittelsorten findet ihr ganz unten auf dieser Seite: haushaltsgeraetetest.de.

Die häufigsten Flecken, die uns beim Spielen im Freien so begegnet sind, lassen sich mit diversen Hausmittelchen und speziellen Fleckenentfernern wieder loswerden. Vielleicht ist ja ein Tipp für euch dabei?

Gras- und Moosflecken entfernen

Mit Grasflecken kommt mein zwölfjähriger Sohn – seit er laufen kann Fußballer aus Leidenschaft – regelmäßig vom Bolzen im Park nach Hause. Bei einem normalen Waschgang gehen diese Grasflecken nur selten ganz raus. Eine Vorbehandlung muss daher sein. Hier gibt es zum Glück einige nützliche Hausmittel, die Wunder wirken können. Zitronensaft und Essigessenz rücken Grasflecken hervorragend zu Leibe. Grasflecken in empfindlicheren Materialien können auch mit Gallseife oder mit herkömmlichem Spülmittel vorbehandelt werden. Die besten Ergebnisse erziele ich, wenn ich zunächst die verunreinigte Stelle mit lauwarmem Wasser anfeuchte und dann das Reinigungsmittel richtig einarbeite. Mit einer Zahnbürste geht das zum Beispiel prima.

Matsch und feuchten Sand entfernen

Typ zwei der häufigsten Flecken auf dem Spielplatz sind Matsch, Schlamm und feuchter Sand. Vor allem Thema nach einem Ausflug auf dem Wasserspielplatz oder Waldspielplatz. Auch hier sind Zitronensaft, Essigessenz und Gallseife zu meinen besten Freunden geworden. Bei großen Verschmutzungen darf ruhig das ganze Kleidungsstück eingeweicht werden, bevor es in die Waschmaschine geht. Ich verwende möglichst heißes Wasser und arbeite das Antifleckenmittel bei stärkeren Verschmutzungen intensiv ein. Bei ganz hartnäckigen Obstflecken habe ich auch schon mal mit den Fleckenentfernern von Dr. Beckmann vorbehandelt und danach ab in die Waschmaschine. Hat meistens funktioniert.

 

Ruhig Blut bei Fleckenzwergen

Fakt ist: Flecken bleiben nicht aus. Sand, Matsch, Schlamm, Gras, Blütenstaub, Pflanzensaft, Baumharz, Moos und natürlich diverse Lebensmittel zieren am Ende eines jeden naturverbundenen Spieltages unsere Spielplatz-Kinder.  Ich gebe zu, in meinen Anfangszeiten als aktive Spielplatz-Mama war ich auch noch nicht ganz so gelassen.

Wie gut es aber ist, sich in Gelassenheit zu üben, ließ sich erst kürzlich wieder an verschiedenen Stellen in der Presse nachlesen. „Kinder müssen sich schmutzig machen dürfen“lautet das Credo zahlreicher Zeitungsartikel, das sie unter Bezugnahme auf die Zeitschrift „Baby und Familie“ (Ausgabe 9/2919) jüngst veröffentlicht haben. Dürfen sie dies nicht, schränkt es ihre spielerische Entfaltung stark ein und die kindliche Fantasie und Entwicklungsfähigkeit leidet. Vor allem jüngere Kinder, so die Zeitschrift „Baby und Familie“, können überhaupt nicht unterscheiden, ob sie gerade „gute“ Kleidung tragen oder Schlabberklamotten, die ruhig dreckig werden dürfen. Diese Kategorisierung fällt sogar Grundschulkindern noch schwer. Es ist also nicht nur müßig, wenn Eltern auf dem Spielplatz immer wieder dazu ermahnen, sich bloß nicht dreckig zu machen, es ist auch schlicht und ergreifend zu viel verlangt, denn für Kinder hat der Zustand ihrer Kleidung einfach keine Bedeutung. Eigentlich beneidenswert, wenn man mal so darüber nachdenkt.

Natürlich feiere ich den ersten Fleck in der neuen Hose auch nicht gerade. Aber ich setze Prioritäten und freue mich, wenn meine Kinder so richtig glücklich sind, weil sie sich austoben können. Das bringt mir nicht nur ausgeglichene Kinder, sondern auch das gute Gefühl, ihrer wichtigen kindlichen Entwicklung freien Lauf lassen zu können, und ganz nebenbei schont es auch meine eigenen Nerven, wenn ich sie nicht ständig wegen jedem Fleck ermahnen muss.

 

Mein Tipp an alle Eltern von kleinen Pfützenhopsern und Spielplatzrabauken:

Im Kleiderschrank einen Extrastapel Kleidung bunkern, bei der ohnehin schon Hopfen und Malz verloren sind und sie auf dem Spielplatz, in der Natur oder beim Pfützenspringen zum Abschuss freigeben. Was beim Waschen nicht raus geht, bleibt eben drin. Und falls nach dem Spielen im Freien noch Termine anstehen, zu denen saubere Kleidung erwünscht ist, einfach einen Satz Wechselkleidung dabeihaben. So kommt unterm Strich jeder auf seine Kosten und auch die Fleckenzwerge müssen abends nicht traurig nach Hause gehen.

Wie sieht’s bei euch aus? Reagiert ihr entspannt oder nervös auf fleckige Spielplatz-Kleidung? Kennt ihr ein wirksames (Haus-)mittel gegen Flecken?

 

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