Springe zum Inhalt →

Schlagwort: Vandalismus

SPIELPLATZ-SICHERHEIT: „DAS HIER IST KEIN LARIFARI“

Spielplätze sollen sicher sein. Keine Frage. Doch wie sicher ist sicher? Und was tun Betreiber, um die Sicherheit zu gewährleisten? Antworten auf diese Fragen und Tipps, wie auch wir Eltern zur Spielplatz-Sicherheit beitragen können, habe ich von Dietmar Hagen, Schreinermeister und Werkstattleiter bei der Stadt Köln, erfahren.  

spielplatz-pruefer_seilbahn
Dietmar Hagen (rechts) testet mit seinem Kollegen die Spannkraft der Seilbahn.  Foto: Schilling
5 Kommentare

SPIELPLATZ. SPIELEN ERWÜNSCHT. FÜR ALLE.

Günter Beltzig, der bekannteste Spielplatz-Designer Deutschlands, spricht über den hohen Spielwert verrosteter Autos, über Kinder als Spielplatz-Experten, über die Notwendigkeit einer neuen Qualitätsnorm für Spielplätze und darüber, dass wir Eltern unsere eigenen Spielplatz-Erinnerungen nicht so wichtig nehmen sollten.

 

Günter Beltzig, seit 40 Jahren Spielplatz-Designer

Herr Beltzig, wie wichtig sind Spielplätze für die kindliche Entwicklung?

Beltzig: Spielen ist lebensnotwendig, wie essen, trinken, schlafen. Kinder, die nicht spielen dürfen, sind in ihrer Entwicklung gefährdet. Doch weil wir nie zulassen können, dass Kinder überall, jederzeit, mit allem spielen dürfen, brauchen wir Spielplätze – als Freiraum zum Spielen.

Gerade in unserer heutigen Zeit kommt das freie, selbstbestimmte und spielerische Lernen, wie es unter anderem auf dem Spielplatz stattfindet einfach zu kurz. Die Kinder lernen heute bestimmt mehr als 40 Stunden in der Woche fremdbestimmt. Sie sind täglich viele Stunden in der Schule. Hinzu kommen die Hausaufgaben, der Nachhilfeunterricht, dann gehen die Kinder zum Fußballverein, zur Musikschule oder zum Ballett. Mit den Folgen, dass Kinder zu wenig in Freiheit Eigenverantwortung ausleben können.

 

Schwer vorstellbar, dass sich auf den 0815 Standardspielplätzen mit Wippe, Rutsche, Schaukel selbstbestimmt die Welt erobern lässt…

Beltzig: Da haben Sie Recht. Genau das ist auch das Problem. Eigentlich brauchen wir Spielplätze ganz dringend, aber leider sind die meisten Spielplätze so unzulänglich, dass sie eher eine Alibifunktion ausfüllen

3 Kommentare

IM KAMPF GEGEN GRAFFITI

Die Sonne scheint. Endlich raus und sich mal wieder so richtig austoben. Ärgerlich nur, dass manche Spielplätze gar nicht frisch und frühlingshaft aussehen, sondern über und über mit Graffiti beschmiert sind. Was lässt sich dagegen tun?! In Köln mehr als man denkt…

Petra Kremerius
Petra Kremerius, Geschäftsstelle Kölner Anti Spray Aktion

Dort gibt es die Kölner Anti Spray Aktion (KASA), die gegen Verunreinigungen und Farbschmierereien an städtischen Objekten angekämpft. Wir haben mit Petra Kremerius, der Geschäftsstelle der KASA, gesprochen, um mehr über die Arbeit der KASA zu erfahren…

 

Frau Kremerius, welches Ziel verfolgt die KASA?

Kremerius: Die KASA ist ein Zusammenschluss von 37 Institutionen in Köln. Das wesentliche Ziel der Stadt Köln, als Mitglied der Anti Spray Aktion (KASA), besteht darin, Farbschmierereien auf allen städtischen Objekten in Köln zu reduzieren. Dazu zählen beispielsweise Bürogebäude, Schulen, Unterführungen und natürlich die städtischen Spielplätze.

5 Kommentare