ENDSPURT: THE PLAYGROUND PROJECT

Last-Minute-Tipp: In der Bundeskunsthalle in Bonn ist noch bis zum 28. Oktober die Spielplatz-Ausstellung THE PLAYGROUND PROJECT zu sehen und zu BESPIELEN. Es lohnt sich! Hier ein kleiner Vorgeschmack für euch…

Der Lozzywurm ist eine der beliebtesten Spielskulpturen der 70er Jahre und darf in der Ausstellung bespielt werden. Foto: Schilling

Wir alle erinnern uns an Spielplatz-Erlebnisse aus unserer Kindheit. Spielplätze sind aber nicht nur Teil unserer eigenen Geschichte, sondern auch ein Gradmesser dafür, inwieweit sich die Vorstellungen von Kindheit, Erziehung, Kunst und Architektur im Laufe der Zeit verändert haben und welchen Platz das Kind in der Gesellschaft einnimmt. All das spiegelt sich in den Spielplätzen wider. Und das will die Schweizer Kuratorin Gabriela Burkhalter, die sich intensiv mit der Geschichte des Spielplatzes befasst hat, in ihrer Ausstellung zeigen. Die Exponate der Ausstellung dürfen ausdrücklich bespielt werden.

Ausstellungsraum mit vielen bespielbaren Exponaten. Foto: Schilling

Spannende historische Dokumente in Form von Bildern, Texten und Videos nehmen die Besucher mit auf eine gesellschaftliche Zeitreise und zeigen punktuell die Entwicklung des Spielplatzes in Deutschland, Europa und Amerika nach. Dabei werden prägende Schlüsselmomente der Spielplatz-Entwicklung aufgegriffen.

Spielplätze sind stetig im Wandel. Fotos: Abfotografierte Bilder von der Ausstellung „The Playground Project“ in der Kunsthalle Bonn

Angefangen von den ersten Versuchen um 1900 in Amerika, wo sich Sozialreformer Gedanken machen, wie es gelingen kann, „herumlungernde“ Kinder von den Straßen der neu entstandenen Industriestädte zu holen – damals entstehen große Turngeräte zur körperlichen Ertüchtigung aus Stahl und Holz. Über die Einflüsse der Skandinavier, die die Idee verfolgen, Kinder kreativ mit natürlichen Materialien spielen zu lassen. Bis hin zu den Entwicklungen in Deutschland. Auch bei uns versuchen Planer spezielle Spielräume für Kinder zu gestalten, nachdem sich abzeichnet, dass die Straße durch den zunehmenden Verkehr und die Bebauung als Spielraum in den 60er, 70er Jahren Stück für Stück verschwindet. Erste vorgegebene Spielgeräte, Spielskulpturen, aber auch freie Spielangebote von Künstlern und Elterninitiativen sowie Abenteuerspielplätze als Experimentierräume, entstehen.

Bunter Ausstellungsraum. Foto: Schilling

Ab den 80er Jahren finden dann die industriell gefertigten und auf Sicherheit ausgelegten Spielplätze zunehmend Verbreitung. Und wohin geht die Reise in Zukunft? Vielleicht verraten es uns die Kinder? In der Kreativwerkstatt der Ausstellung werden sie jedenfalls eingeladen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Dabei sind schon viele bunte (Spielplatz)-Kreationen entstanden, so wie hier auf dem Foto zu sehen.

In der Kreativwerkstatt entsteht eine bunte Spielplatz-Welt. Foto: Schilling

 

THE PLAYGROUND PROJECT – OUTDOOR

Am besten kauft ihr euch gleich ein Kombi-Ticket und besucht außerdem die Ausstellung THE PLAYGROUND PROJECT – OUTDOOR draußen vor der Bundeskunsthalle und auf dem Dach derselbigen gibt es viele Exponate, die ausprobiert und bespielt werden können. Diese farbenfrohe Halfpipe des Künstlers Michel Majerus ist sogar täglich kostenlos befahrbar.

Buntes Treiben auf der Halfpipe. Foto: Schilling

Ebenso wie der kreisrunde Wasserpavillon des Künstlers Jeppe Hein, der mit seinen beweglichen Wasserwänden zum Spielen und Experimentieren einlädt. Bei diesen immer noch sommerlichen Temperaturen ein riesiger Spaß. Wechselklamotten nicht vergessen! Die Outdoor-Ausstellung endet zeitgleich mit der Indoor-Ausstellung am 28. Oktober 2018. Also schnell noch hin zu Bundeskunsthalle in Bonn.

Im goldigen Herbst trauen sich viele durch die Wasserwände.Foto: Schilling

 

Die Ausstellung ist ein wunderbares Ausflugsziel für die ganze Familie. Probiert’s aus! Viel Spaß 🙂

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