{"id":711,"date":"2009-09-09T20:43:51","date_gmt":"2009-09-09T18:43:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.spielplatztreff.de\/?p=711"},"modified":"2022-06-21T11:16:37","modified_gmt":"2022-06-21T10:16:37","slug":"teil-3-altersgerechte-spielflaechen-planen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spielplatztreff.de\/blog\/teil-3-altersgerechte-spielflaechen-planen\/","title":{"rendered":"Teil 3: ALTERSGERECHTE SPIELFL\u00c4CHEN PLANEN"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>In Teil 1 und 2 unserer BLOG-Serie ging es um die Sicherheit auf Spielpl\u00e4tzen und um den perfekten Spielplatz. Heute im dritten Teil wollen wir herausfinden, welche Bed\u00fcrfnisse von Kindern bei der Planung von Spielfl\u00e4chen ber\u00fccksichtigt werden sollten und warum. Uwe Lersch, Spielfl\u00e4chenplaner beim d\u00e4nischen Spielger\u00e4teentwickler und \u2013produzenten Kompan, steht wieder Rede und Antwort.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Herr Lersch, Sie haben beim letzten Mal betont, Spielfl\u00e4chen sollten m\u00f6glichst genau auf die Bed\u00fcrfnisse der jeweils anvisierten Zielgruppe zugeschnitten sein. Warum?<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Lersch: <\/strong>Ziel meiner Arbeit ist es, eine Spielfl\u00e4che so zu planen, dass Kinder optimal gef\u00f6rdert werden.&nbsp;Gerade in unserer Industrie- und Leistungsgesellschaft, in der die Entwicklung von Kindern auf vielerlei Art und Weise behindert und eingeschr\u00e4nkt wird, ist das besonders wichtig. Denn leider finden wir heute mehr Kinder, die ihrem Entwicklungsstadium &#8220;hinterherlaufen&#8221; als umgekehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Spielplatz sollte mehr sein als Spa\u00df und Zeitvertreib. In der spielerischen Auseinandersetzung mit den Ger\u00e4ten findet Kompensation und Entlastung statt. Unbew\u00e4ltigte und bedr\u00fcckende Erlebnisse werden spielerisch verarbeitet. Spontanes Handeln nach eigenen Intentionen (Selbstbestimmungsfunktion) unterst\u00fctzt wesentlich die Entwicklung der Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale. Die &#8220;Erg\u00e4nzungsfunktion&#8221; hingegen erm\u00f6glicht das spielerische Erfahren von in der Wirklichkeit nicht realisierbaren T\u00e4tigkeiten. Diese Anregung der Fantasie stimuliert die Sinne und steigert Lernverm\u00f6gen und Konzentrationsf\u00e4higkeit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Unterteilung nach Altersklassen ist sinnvoll, um ein Spielangebot optimal an der jeweiligen Zielgruppe auszurichten?<\/h3>\n\n\n\n<p>Eigentlich ist eine Unterteilung in f\u00fcnf Altersklassen optimal: 0-3, 2-4, 4-8, 8-12, 12-16 Jahre. So l\u00e4sst sich am differenziertesten auf das jeweilige typische Spielverhalten eingehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Da wir hier jedoch von \u00f6ffentlichen Spielfl\u00e4chen reden, erfolgt bereits aus Kostengr\u00fcnden eine <strong>Reduzierung auf folgende vier Altersklassen<\/strong>. Ausnahmen kommen jedoch vor und sind in diesem Sinne positiv zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong><em>0-3 Jahre<\/em><\/strong><br>Hier sind die Kinder in der <strong>Selbstentdeckungsphase <\/strong>\u2013 sie schmecken, f\u00fchlen und machen erste Bewegungserfahrungen, krabbeln, stehen, lernen laufen.<br><\/li><li><strong><em>2-6 Jahre<\/em><\/strong><br>In dieser Phase entwickeln sich die <strong>kognitiven<\/strong> F\u00e4higkeiten(Bewusstseinsbildung) in Verbindung mit grundlegenden <strong>motorischen<\/strong> F\u00e4higkeiten. Au\u00dferdem werden erste soziale Erfahrungen gemacht \u2013 mitspielen, mitspielen lassen, helfen, Initiative ergreifen, gewinnen, verlieren, sich durchsetzen, nachgeben etc.<br><\/li><li><strong><em>6-12 Jahre<\/em><\/strong><br>Im Hinblick auf die <strong>k\u00f6rperliche <\/strong>Entwicklung erzeugen erste deutliche Wachstumssch\u00fcbe einen erh\u00f6hten Bewegungsdrang bei den Kindern. Dieser wird leider oft durch zu hohes K\u00f6rperfett, mediale \u00dcberforderung und\/oder ein Mangel an Bewegungsm\u00f6glichkeiten gebremst. Hinsichtlich der <strong>sozialen <\/strong>Entwicklung suchen Kinder den direkten Kontakt im gemeinsamen Spiel und im Sport. So trainieren sie soziale Kompetenzen wie helfen, R\u00fccksicht nehmen, Kritikf\u00e4higkeit, Gerechtigkeit, Durchsetzungsverm\u00f6gen, Meinungen vertreten usw.<br><\/li><li><strong><em>12-16 Jahre<\/em><\/strong><br>In der Jugendphase stehen die Kinder im <strong>\u00dcbergang<\/strong> vom Spiel in sportliche Aktivit\u00e4ten, Treffen, &#8220;abh\u00e4ngen&#8221;, Eindruck machen, &#8220;cool&#8221; sein.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Verhaltensmuster beziehen sich auf einen gesunden Durchschnitt von Kindern und Jugendlichen. In sozialen Brennpunkten bzw. bei sich wiederholender K\u00f6rperverletzung oder Missbrauch ist das Entwicklungsbild nachhaltig gest\u00f6rt bzw. liegen traumatische St\u00f6rungen vor, die nat\u00fcrlich nicht durch das gew\u00f6hnliche Spiel verschwinden. Hier sind selbstverst\u00e4ndlich direkte psychotherapeutische Ma\u00dfnahmen gefordert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Worauf achten Sie bei Ihrer Planung f\u00fcr die Allerj\u00fcngsten ganz besonders, um dieser Zielgruppe gerecht zu werden?<\/h3>\n\n\n\n<p>Sowohl in Betreuungseinsichtungen als auch auf Spielfl\u00e4chen sollten <strong>Kinder von 0-3 Jahren <\/strong>einen separaten oder eindeutig abgeteilten Bereich f\u00fcr sich bekommen. Da sie weder motorisch ausgepr\u00e4gt noch orientierungsf\u00e4hig sind, ist ein gemeinsames Spiel mit anderen Altersklassen nicht ergiebig bzw. sogar sch\u00e4dlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch befindet sich bis zum Abschluss des vierten Lebensjahres in der Pr\u00e4gungsphase. Das bedeutet, dass in dieser Zeit alle grundlegenden Faktoren f\u00fcr das gesamte zuk\u00fcnftige Leben gesetzt werden. Negative Erlebnisse bis hin zu traumatischen Erfahrungen belasten ein Leben lang, h\u00e4ufig unbemerkt, bis gewisse Ereignisse oder Zust\u00e4nde die negative Pr\u00e4gung hervortreten lassen. Ein stressfreies, positives Umfeld und freies Spiel dagegen ist eine der wichtigen Grundlagen f\u00fcr ein ausgeglichenes Pers\u00f6nlichkeitsbild.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Spielger\u00e4te dieser Altersklasse sind daher entsprechend sensibel ausgelegt. Fallh\u00f6hen unter 60 cm, flache Stufen, idealerweise mit Haltegriffen, kurze Rutschenabg\u00e4nge sind genauso wichtig wie eine dezidierte farbliche Abstimmung. Federger\u00e4te sind f\u00fcr diese Altersklasse im Federweg deutlich ged\u00e4mpft.<\/p>\n<hr>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full\"><a href=\"https:\/\/www.spielplatztreff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/lersch_portrait.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"140\" height=\"170\" src=\"https:\/\/www.spielplatztreff.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/lersch_portrait.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1306\"\/><\/a><figcaption>Uwe Lersch ist Spielfl\u00e4chenplaner bei Kompan<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Uwe Lersch<\/strong> plant und realisiert Au\u00dfenspielfl\u00e4chen f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.kompan.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spielger\u00e4tehersteller Kompan<\/a>. Ein wichtiger Kern seiner Arbeit besteht darin, Entscheidungstr\u00e4ger und Betreiber von Spielfl\u00e4chen, die unterhaltspflichtig und sicherheitsverantwortlich sind, \u00fcber zeitgem\u00e4\u00dfe Au\u00dfenspielp\u00e4dagogik zu informieren. Dabei beh\u00e4lt der Spielfl\u00e4chenplaner stets den aktuellen Stand der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie den Unterhaltskostenbetrachtungen im Blick.<\/p>\n<hr>\n\n\n\n<p>Die Praxis zeigt jedoch leider: Das eine durchdachte Spielfl\u00e4che der kindlichen Entwicklung nur wenig n\u00fctzt, wenn Eltern nicht verstehen wollen, dass Kinder jeder Altersklasse sich auf Spielfl\u00e4chen ohne jede Hilfe oder Einwirkung selbst\u00e4ndig entwickeln m\u00fcssen. Ob hochheben, hineinsetzen, anschubsen oder verbale Regieanweisungen, all das ist Gift f\u00fcr eine freie Auspr\u00e4gung durch Spiel.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Und welche Spielm\u00f6glichkeiten ben\u00f6tigen Kindergartenkinder ab zwei Jahren?<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei <strong>Kindern von 2-6 Jahren<\/strong> sollten Klettersysteme mittlere Fallh\u00f6hen besitzen. Da die maximale freie Fallh\u00f6he gem\u00e4\u00df der europ\u00e4ischen Norm (DIN EN 1176) drei Meter betr\u00e4gt (gilt nicht f\u00fcr die Gesamth\u00f6he von Raumkletternetzen), sprechen wir in diesem Fall von etwa 1,50 bis 2,20 m.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist hier wie auch f\u00fcr die weiteren Altersklassen eine gesunde Mischung von statischen und dynamischen Ger\u00e4ten erforderlich. Bedeutet, Klettersysteme (leidiger Volksmund: Kletterger\u00fcst), die auch die kognitive Entwicklung f\u00f6rdern (Themenspiel unter Einsatz der Fantasie, bewegliche Anbauteile, farbliche Abstimmung der Bauteile &#8211; Grundfarben) m\u00fcssen ebenso pr\u00e4sent sein wie Ger\u00e4te, die unter Einsatz der eigenen K\u00f6rperkraft eine &#8220;erzwungene Bewegung&#8221; erzeugen wie z.B. Federger\u00e4te, Schaukeln und ergonomisch sinnvolle &#8220;Dreheinrichtungen&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Spielger\u00e4te f\u00fcr diese und die folgenden Altersklassen brauchen sowohl eine aufforderungsstarke Formensprache wie auch den sehr wichtigen &#8220;wiederkehrenden Spielwert&#8221;. Die Erfahrung zeigt leider, dass hier die Erwachsenen mit ihren festgefahrenen Vorstellungen und der \u00dcberzeugung im Sinne der Kinder entscheiden zu k\u00f6nnen, h\u00e4ufig Innovation ausbremsen. Von Erwachsenen oft bevorzugte so genannte &#8220;naturbelassene Abenteuerspielfl\u00e4chen&#8221; sind dann das Ergebnis. Diese hei\u00dfen jedoch nicht so, weil sie unter Betreuung von Jugendarbeitern auf naturbelassenen Fl\u00e4chen betrieben werden. Vielmehr wird diese Bezeichnung f\u00e4lschlicherweise gerne f\u00fcr eine Ansammlung gesch\u00e4lter St\u00e4mme benutzt, die zu T\u00fcrmen, G\u00e4ngen und Plattformen verbunden wurden. Komplexe Kletterherausforderungen sucht man hier ebenso vergeblich wie wiederkehrende Spielwerte. Je nach Qualit\u00e4t der H\u00f6lzer und vorherrschenden Umwelteinfl\u00fcssen k\u00f6nnen auch die Unterhaltskosten in unangenehme H\u00f6hen geraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher meine Empfehlung: Den eigenen Blick erst einmal nicht so sehr ins Gewicht legen, sondern informieren, lesen, nachfragen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Bed\u00fcrfnisse der \u00e4lteren Kinder bzw. Jugendlichen flie\u00dfen in Ihre Spielfl\u00e4chenplanung mit ein?<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei <strong>Kindern von 6-12 Jahren<\/strong> dominiert der Anspruch an k\u00f6rperbetonten Herausforderungen. Daher hat auch die farbliche Abstimmung f\u00fcr die Spielger\u00e4te keine wesentliche Bedeutung mehr. Au\u00dfer nat\u00fcrlich als &#8220;eye-catcher&#8221;, um in dicht bebauten Bereichen oder als deutlicher Kontrast in bewaldeter Umgebung auf sich aufmerksam zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Intelligente Aktivit\u00e4tssysteme f\u00fcr diese Altersklasse enthalten daher eine reichhaltige Kombination von Anspr\u00fcchen an Kraft und Bewegungsf\u00e4higkeit. Idealerweise sind diese vielschichtig ausgelegt, so dass auch Kinder, denen es schwerer f\u00e4llt, die M\u00f6glichkeit gegeben wird, den &#8220;Helden&#8221; des Spielger\u00e4ts allm\u00e4hlich nachzueifern.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus fachlicher Sicht als bedenklich einzustufen ist die allgemeine Ablehnung der <strong>Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren<\/strong> in unserem Land. Seit langem setzen wir uns in Deutschland im Rahmen unserer Gespr\u00e4che mit den Kommunen f\u00fcr den Bau von Jugendtreffpunkten ein, die in den westeurop\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern mit komplexen Kletterherausforderungen und intelligenten Spielsystemen ausgestattet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Innerhalb der letzten zwei Jahre beobachten wir eine allm\u00e4hliche Wendung zum Besseren. Die allgemeine Rechtssprechung beurteilt die akustische Pr\u00e4senz von Kindern und Jugendlichen immer mehr als gew\u00f6hnliches und damit hinnehmbares Umgebungsger\u00e4usch. Auch verstehen immer mehr Menschen, dass die Ausgrenzung von Jugendlichen mitverantwortlich ist f\u00fcr Vandalismus und Randale. Gro\u00dfst\u00e4dte entwickeln erfreulicherweise zunehmend Treff- und Aktivfl\u00e4chen f\u00fcr 12-16-j\u00e4hrige. Es wird allm\u00e4hlig erkannt: Zeitgem\u00e4\u00df gestaltete Fl\u00e4chen f\u00fcr Jugendtreffpunkte sind Hingucker und sto\u00dfen bei der Zielgruppe auf eine hohe Akzeptanz. Vernachl\u00e4ssigte Fl\u00e4chen und Schmuddelecken strahlen Gleichg\u00fcltigkeit aus und verleiten daher zu Vandalismus und sonstigem Missbrauch.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gibt es Unterschiede zwischen M\u00e4dchen und Jungen, die Sie in Ihrer Planung ber\u00fccksichtigen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ja. N\u00e4chste Frage. Nein, Spa\u00df beiseite. Die mentale \u00dcberlegenheit der Frauen und die k\u00f6rperliche \u00dcberlegenheit der M\u00e4nner zeigen sich bereits in der spielerischen Entwicklung im Kindesalter.<\/p>\n\n\n\n<p>Jungs sind \u00fcberwiegend Draufg\u00e4nger, die erst hineinspringen und dann aus den blauen Flecken lernen. M\u00e4dchen hingegen beobachten zun\u00e4chst, besprechen sich dann gerne, um letztendlich auszuprobieren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Auswahl der Spielger\u00e4te sind diese Unterschiede jedoch \u00fcberschaubar: Ist eine ausreichend gro\u00dfe Spielfl\u00e4che vorhanden, macht eine M\u00e4dchenecke immer Sinn, welche eine Kombination von Balanciersystemen, Turn- und Reckstangen sowie Sitzgelegenheiten enthalten sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt lassen sich die Anspr\u00fcche von M\u00e4dchen und Jungen auf Spielfl\u00e4chen jedoch miteinander in Einklang bringen. Hersteller wie KOMPAN, die Spiel- und Aktivit\u00e4tssysteme vor ihrer erstmaligen Pr\u00e4sentation \u00fcber Jahre entwickeln und testen, lassen Bed\u00fcrfnisse beider Geschlechter in die Ger\u00e4teserien einflie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche besonderen Anspr\u00fcche stellen Spielpl\u00e4tze auf Schulh\u00f6fen?<\/h3>\n\n\n\n<p>Mittlerweile finden wir auf Schulh\u00f6fen zweierlei Anspr\u00fcche vor, denen Spielfl\u00e4chen gerecht werden sollten.&nbsp;Da sind zum einen die <strong>kurzen Pausen<\/strong>, innerhalb derer Wachstumssch\u00fcbe, M\u00fcdigkeit und aufgestaute Kr\u00e4fte aus Beinen und Oberk\u00f6rper &#8220;herausgetrieben&#8221; werden m\u00fcssen. Diese erfordern in erster Linie hochbelastbare statische und dynamische Kletter- und Aktivit\u00e4tssysteme. Leider gilt immer noch sehr h\u00e4ufig: Balancierbalken, Balancierstrecken mit Seiltechnik, Tischtennisplatten und Nestschaukeln oder auch sehr oft gar nichts pr\u00e4gen unsere Schulh\u00f6fe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum anderen sind <strong>die Freizeiten im Rahmen der offenen Ganztagsschulen <\/strong>zu ber\u00fccksichtigen, die zus\u00e4tzlich Sport- und Entspannungsbereiche erfordern.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst seit verst\u00e4rkt F\u00f6rdervereine private Gelder in Spielger\u00e4te investieren, werden zunehmend traditionelle Sichtweisen durch zeitgem\u00e4\u00dfe Erfahrungswerte ersetzt. Es bleibt viel zu tun. Spielfl\u00e4chenplanung ist und bleibt eine Synthese aus Bed\u00fcrfnis- und Unterhaltskostenorientierung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielen Dank f\u00fcr das spannende Interview, Herr Lersch!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr \/>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Das k\u00f6nnte dich auch interessieren:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spielplatztreff.de\/blog\/teil-1-die-sicherheit-auf-dem-spielplatz-hat-vorrang\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TEIL 1: DIE SICHERHEIT AUF DEM SPIELPLATZ HAT VORRANG!<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spielplatztreff.de\/blog\/teil-2-kriterien-fuer-den-perfekten-spielplatz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TEIL 2: KRITERIEN F\u00dcR DEN PERFEKTEN SPIELPLATZ<\/a><br \/><br \/><a href=\"https:\/\/www.spielplatztreff.de\/blog\/spielplatze-brauchen-mehr-innovation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TEIL 4: SPIELPL\u00c4TZE BRAUCHEN MEHR INNOVATION<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Teil 1 und 2 unserer BLOG-Serie ging es um die Sicherheit auf Spielpl\u00e4tzen und um den perfekten Spielplatz. 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