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SICHERES SPIELEN LEICHT GEMACHT – SO VERMEIDEN SIE KINDERUNFÄLLE AUF DEM SPIELPLATZ

Schaukeln macht Spaß auf einem sicheren Spielplatz. Foto: pixabay.com

Spielplätze sind der perfekte Ort für Kinder, um sich so richtig auszutoben. Dort können sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen, mit anderen Kindern spielen und dabei überschüssige Energie loswerden. Allerdings gilt es ein paar Dinge zu beachten, um das Risiko für Verletzungen gering zu halten. Damit dem Spielvergnügen nichts im Weg steht, hier einige Tipps.

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Was macht einen sicheren Spielplatz aus?

Bei der Wahl des perfekten Spielplatzes kommt es nicht nur auf die Nähe zum Wohnort an. Folgende Punkte gilt es für einen sicheren Spielplatz-Ausflug zu beachten:

  • Aufstellung der Geräte: Zu eng nebeneinanderstehende Schaukeln und Rutschen verringern die Bewegungsfreiheit und steigern das Verletzungsrisiko. Kinder brauchen vor allem Platz. Lieber weniger Geräte und dafür mehr Freiraum als umgekehrt, lautet die Devise.
  • Gefahrenzone Straße: Beim Spielen sollte zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit bestehen, dass das Kind in den Straßenverkehr gelangt. Daher bedarf es deutlicher Abgrenzungen durch Zäune, Hecken oder Gitter.
  • Stabil verankert: Die Spielgeräte müssen stabil gebaut sowie verankert sein. Sind sie aus Holz, so darf dieses keinesfalls morsch sein und muss regelmäßig kontrolliert werden. Wenn man den Spielplatz noch nicht kennt, empfiehlt sich ein Rundgang über den Platz, um evtl. Gefahrenstellen vorher zu erkennen.
  • Weiche Landung: Grundsätzlich gilt: Kinder dürfen auch mal hinfallen und sich Schrammen oder Beulen holen. Denn nur durch Fallen lernt man Fallen. An bestimmten Stellen des Spielplatzes, wie zum Beispiel am Ende einer Rutsche oder unter Schaukeln, ist jedoch so genannter Fallschutz vorgeschrieben, damit ein eventueller Aufprall (zumindest teilweise) abgefedert werden kann. Insbesondere Gummiböden, Rindenmulch sowie Sand haben sich als gute Unterlage erwiesen.
  • Hygiene & Sauberkeit: Natürlich sollte ein Spielplatz ein hygienischer Ort sein, an dem Kinder spielen können ohne Gefahr zu laufen sich Krankheiten einzufangen. Zigarettenstummel oder Katzen-Kot im Sand weisen auf einen ungepflegten Spielplatz hin.

Welche Kleidung braucht mein Kind auf dem Spielplatz?

Zum Spielen benötigt ein Kind nicht viel, die Fantasie sorgt bereits für das Nötigste. Wichtig ist jedoch die richtige Kleidung. Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder Kleidung tragen, die sie in ihrer Bewegungsfreiheit nicht zu sehr einschränkt. Mit unpassender Kleidung, wie zu langen Kleidern oder zu engen Hosen werden Kinder in ihrem Spiel ausgebremst. Ob T-Shirt, Pullover, Jacke, kurze oder lange Hose – alles gilt es je nach Wetter anzupassen. Auch zu viel Kleidung kann hinderlich sein, wenn Kinder schwitzen und Arme und Beine nur schwer bewegen können. Von Kopf bis Fuß passend eingekleidet, spielt es sich gleich viel besser und sicherer.

Ein wesentlicher Aspekt ist auch das passende Schuhwerk. Für Babys und Kleinkinder ist zwar Barfußlaufen das A und O einer gesunden Entwicklung, da es die Muskulatur stärkt, die Knochen festigt und den Gleichgewichtssinn trainiert. Dennoch werden ab einem gewissen Alter und ab einer bestimmten Jahreszeit geeignete Lauflernschuhe erforderlich, um die kleinen Füßchen vor übermäßiger Kälte und Hitze zu schützen.


Infographik-Lauflernschuhe_A4

Beim Spielen in der Natur wird durch das passende Schuhwerk zusätzlich die Verletzungsgefahr durch Scherben und herumliegenden Müll bedeutend verringert. Bei älteren Kindern ist darauf zu achten, dass die Schuhe eine gute Sohle haben und leicht zu reinigen sind. Außerdem sollten sie wasserdicht sein, sodass einem langen Spieltag nichts mehr entgegensteht.

Wie verhalte ich mich richtig auf dem Spielplatz?

Sowohl Eltern als auch Kind können mit dem eigenen Verhalten einen großen Unterschied machen. Eine gewisse Vorsicht und Respekt vor der Straße und verschiedenen Geräten wie der Schaukel und deren Umgebung sorgen für eine sichere Spielweise.

Wenn Eltern kaum noch etwas zulassen, werden Kinder in ihren Möglichkeiten ausgebremst.

Trotzdem sollten Eltern aus Angst vor Verletzungen nicht zu übervorsichtig agieren, rät Annette Kuhlig von der Unfallkasse Berlin: „Wenn Eltern kaum noch etwas zulassen, werden Kinder in ihren Möglichkeiten ausgebremst. Ständig stehen Kinder unter Aufsicht und ständig wird kontrolliert, was sie machen. Damit nimmt man Kindern nicht nur eigene Erfahrungen, sondern auch eigene Erfolge. Es ist für Kinder wichtig zu merken, was sie können und was sie noch nicht können, um sich weiter zu entwickeln und die eigenen Ängste zu überwinden.“ Ein hohes Maß an Bewegung trägt dazu bei, dass das Kind sich koordinierter und kontrollierter bewegt, was die Zahl an Unfällen verringern kann. Eltern sollten also Ihr Kind auf die Gefahren hinweisen, ihm dabei jedoch keine Angst machen. Ängstliche Kinder werden schnell unsicher und verletzen sich dadurch eher.

2 Kinder spielen auf dem Spielplatz
Bewegung auf dem Spielplatz fällt leichter in bequemer Kleidung. Foto: pixabay.com

Nichtsdestotrotz sollten Eltern immer auf Ihr Kind schauen und es vor allem in jungen Jahren beim Spielen nicht aus den Augen lassen. Für Kinder unter drei Jahren besteht die elterliche Aufsichtspflicht. Tipp: Sobald das Kind müde wird, ist es Zeit, nach Hause zu fahren. Müdigkeit führt zu einer niedrigeren Konzentrationsleistung und so zu einer höheren Wahrscheinlichkeit für Unfälle.

Fazit: Gut überlegt kann der Spielspaß losgehen!

Für Kinder ist die Zeit auf dem Spielplatz eine Bereicherung für ihr Leben – sportlich und sozial. Beginnend bei der Wahl des Spielplatzes und der angemessenen Kleidung spielt vor allem das Verhalten von Kind und Elternteil eine äußerst wichtige Rolle. Achtsamkeit und Vorsicht zu vermitteln und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, ist hilfreicher, als dem Kind Angst zu machen. Und für Eltern gilt ohnehin: Passen Sie auf, aber lassen Sie Freiräume offen!

Veröffentlicht in
Spielplatz-Sicherheit Tipps

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