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Kategorie: Draußen spielen

MEHR NATUR FÜR GROSSSTADTKINDER

Kinder, die in ihrer Freizeit unbeaufsichtigt durch die Natur streifen, die Höhlen bauen, auf Bäume klettern, in Bachläufen waten oder Frösche fangen kommen oft nur noch in Büchern vor. In Berlin hat man systematisch nach Möglichkeiten gesucht, diesem Trend etwas entgegen zu setzen. Wir haben nachgefragt.

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Frau Stopka, Sie haben das Projekt „Naturerfahrungsräume in Großstädten am Beispiel Berlin“ geleitet. Was war das Ziel?

Stopka: Der Tagesablauf von Kindern ist heute – oft aus Angst vor verpassten Bildungschancen – überwiegend reglementiert und durchgeplant. Es fehlt die Zeit für freies Spiel und es fehlt besonders in Großstädten an geeigneten Flächen, wo Kinder unberührter Natur begegnen können. Mit dem Projekt „Naturerfahrungsräume in Großstädten am Beispiel Berlin“, gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, haben wir untersucht, unter welchen Bedingungen, sich mehr Naturerfahrungräume in Großstädten einrichten ließen.

 

Was genau sind Naturerfahrungsräume?

Naturerfahrungsräumen (NERäume) zeichnen sich durch ihre sichtbare Naturnähe und damit auch Wandelbarkeit (wie auf Brachflächen üblich) aus. Es gibt also keine Spielgeräte wie auf herkömmlichen Spielplätzen, sondern

Ein Kommentar

WELTSPIELTAG: ELTERN SIND DIE STÄRKSTE LOBBY

Am 28. Mai 2011 ist Weltspieltag. Dieses Jahr lautet das Motto: „Spielorte neu entdecken!“

Holger Hofmann, Deutsches Kinderhilfswerk

Holger Hofmann vom Deutschen Kinderhilfswerk und Initiator des Weltspieltages erzählt, warum es wichtig ist, uns Spielorte bewusst zu machen, warum Naturerfahrungen nicht zu kurz kommen dürfen und warum ein Umdenken in der Gesellschaft und bei uns selbst notwendig ist, um die Lobby spielender Kinder zu stärken.

 

Herr Hofmann, warum ist es wichtig, Spielorte neu zu entdecken?

Hofmann: Wir müssen doch leider feststellen, der Freiraum, der Kindern und Jugendlichen für „freies Spiel und Bewegung“ zur Verfügung steht, nimmt stetig ab. Viele Aktivitäten finden nur noch im pädagogisch betreuten Rahmen statt.

Deshalb wollen wir mit dem Weltspieltag deutlich machen, dass es eine Vielfalt an Spielorten gibt, die nicht immer offensichtlich sind. Es gibt mehr als die ausgewiesenen Spielplätze oder den häuslichen Computer. Kinder haben auch heute Orte draußen, die sie anregen und es wäre das Ziel, diese zu benennen, kenntlich zu machen und weiterzuentwickeln.

Prinzipiell gilt: Wir als Erwachsene wollen uns nicht anmaßen, zu sagen, wir wissen, welche Orte für Kinder attraktiv sind. Wir gehen zwar davon aus, dass es Orte gibt, die wir aus unserer eigenen Kindheit kennen, die auch heute noch einen Stellenwert für Kinder haben müssten. Aber wissen, ob das für Kinder attraktiv ist, tun nur die Kinder selbst.

 

 

Welche Spielorte sind attraktiv für Kinder und Jugendliche?

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