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AUF ZUM INDOORSPIELPLATZ?!

Wenn es draußen kalt, nass und ungemütlich ist, werden Spielplatzbesuche seltener oder fallen ganz aus. Damit sich Kinder dennoch ausgiebig bewegen, ist ein Ausflug zum Indoorspielplatz eine gute Idee.

lachendes Kind im Bällebald im Indoorspielplatz rabatzz! in Hamburg

Im Indoorspielplatz geht es bunt und lustig zu. Foto: Indoorspielplatz rabatzz! in Hamburg

Okay, Indoorspielplätze gehören nicht gerade zu meinen Lieblingsspielorten. Immer etwas zu laut, oft ungemütlich, manchmal extrem voll und das Essen lässt häufig zu wünschen übrig. Dennoch haben sie uns schon so manch verregnetes Wochenende gerettet. Indoorspielplätze bestechen durch drei unschlagbare Vorteile:

  • Kinder müssen in der Regel nie zu einem Besuch überredet werden.
  • Auch nach stundenlanger Toberei kommt keine Langeweile auf.
  • Die Racker fallen abends zufrieden und völlig platt ins Bett.

Ein guter Indoorspielplatz bietet nicht nur viel Raum für Bewegung, sondern überzeugt vor allem durch sein attraktives und abwechslungsreiches Spiel- und Bewegungsangebot für alle Altersstufen. Hier kommt jeder auf seine Kosten: Rollen-, Wellen- oder Riesenrutsche, Wabbelberg, Hüpfburg, Soccerfeld, Kettcars, Kletterlabyrinth, Trampolin-Flächen, Lasergames, Kletterwand und und und… Eine Vielfalt, die es auf öffentlichen Spielplätzen so definitiv nicht gibt und ein Angebot, mit dem auch Kinder ab 10 aufwärts happy sind.

Im Indoorspielplatz Sensapolis in Sindelfingen kommen auch größere Kletterfans auf ihre Kosten. Fotos: Sensapolis


Kein Halten mehr – voll im „flow“

Kommt euch das bekannt vor? Schon beim Betreten der Indoorhalle gibt es kein Halten mehr. Kinder fühlen sich magisch von den Spielgeräten angezogen und stürmen sofort los. Vorhin kaum noch den Weg vom Supermarkt nach Hause geschafft („Ich kann nicht mehr!“), nun meistern sie plötzlich mit großer Begeisterung stundenlang körperliche und spielerische Herausforderungen, testen Grenzen, überwinden Höhen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Ausgelassene Stimmung im Indoorspielplatz haberLAND in Luckau. Foto: haberLAND

Auch die Laune ist gigantisch. Geschwisterstreit adé. Jubelnd und kreischend ziehen die spielenden Kinder von Gerät zu Gerät und sprühen vor Energie und purer Freude. Permanent beschäftigt, müssen sie zu Trink- und Esspausen quasi „gezwungen“ werden. 😉 Die Kinder sind im „flow“ und merken beim Spielen schlicht und einfach nicht, wie intensiv und ausdauernd sie sich bewegen. Das trifft auch auf Kinder zu, die sich sonst im Alltag nicht so gerne bewegen. 

 

Gemeinsam auf Entdeckungstour? Gerne!

Genial! Denn Studien zeigen, Kinder, die regelmäßig rennen, toben, hüpfen, sich also ausgiebig bewegen, leben gesünder. Sie sind tendenziell geschickter, ausdauernder, kräftiger, fiter, konzentrierter, schlafen besser, fühlen sich wohler in ihrer Haut und haben ein besseres Körpergefühl.

Wellenrutsche im Indoorspielplatz rabatzz! in Hamburg

Juhuuuu! Auch Eltern haben Spaß am Rutschen. Foto: Indoorspielplatz rabatzz! in Hamburg

Für Erwachsene gilt das ebenfalls. Daher spricht nichts dagegen, im Indoorspielplatz mal ein paar Runden zusammen mit den kleinen Rackern auf Entdeckertour zu gehen. Gemeinsam erleben, Freude teilen – das ist bereichernd, stärkt den Familienzusammenhalt und verringert obendrein auch die Langeweile im mäßig gemütlichen Gastrobereich. Manche Indoorspielplätze, wie das rabatzz! in Hamburg, bieten mittlerweile sogar Tobe-Zeiten extra für Erwachsene an. Mit Erfolg! 


Bitte keine bösen Überraschungen

Doch Vorsicht! Um böse Überraschungen zu vermeiden, werft vorher unbedingt einen Blick auf die Nutzungshinweise und -vorschriften, die an den Geräten angebracht sind und haltet euch dran. Habt ihr beispielsweise gewusst, dass die Verletzungsgefahr auf dem Trampolin im Vergleich zu anderen Geräten größer ist? Das liegt daran, dass oft deutlich mehr Kinder gleichzeitig hüpfen, als eigentlich vorgesehen ist. Und auch das gemeinsame Hüpfen Hand in Hand mit Mama und Papa birgt Gefahren. Durch die unterschiedlichen Körpergewichte und Kräfte kann nämlich das hüpfende Kind seine eigenen Bewegungen nicht mehr so gut kontrollieren und wird, wenn’s dumm läuft, irgendwo hin katapultiert. Sicherheit hat auch mit Rücksichtnahme zu tun.

Gerade schwer angesagt sind die Indoor-Trampolinhallen, wie z.B. der JumpingPoint in Quickborn. Hier ist auch Platz für gewagte Manöver. Foto: JumpingPoint Quickborn


Ungepflegt und abgewetzt?

Und wo wir gerade beim Thema Sicherheit sind… Der Indoorspielplatz-Betreiber ist grundsätzlich verantwort­lich, dass die Spielgeräte den Sicherheitsanforderungen entsprechen und regelmäßig geprüft und gewartet werden. Der Haken: Ist ein Indoorspielplatz erst einmal eröffnet, gibt es seitens öffentlicher Behörden keinerlei Kontroll­pflicht mehr. Die Branche versucht, mit einem eigenem Ehrenkodex für mehr Sicherheit und höhere Qualitätsstandards zu sorgen.

Schwarze Schafe gibt es jedoch trotzdem überall. Defekte Spielgeräte, zerschlissene oder fehlende Schaumstoff-Ummantelungen, herabhängende Kabel, frei zugängliche Steckdosen, abgewetzte Materialien, ungepflegte Ecken oder Sanitäranlagen, ungeschultes Personal können ein Indiz dafür sein, dass hier auf Kosten der Sicherheit und Qualität gespart wird. Es empfiehlt sich also, einen ersten Rundgang über die Anlage zu machen, bevor es losgeht. Viel Spaß!


Welcher Indoorspielplatz ist euer Favorit?

Knapp 200 Indoorspielplätze sind auf Spielplatztreff.de eingetragen. Ist eurer Lieblingsindoorspielplatz dabei?

Wenn nicht, tragt ihn gleich ein, hinterlasst eine Bewertung oder Bilder von eurem letzten Indoorspielplatzbesuch! 

Das funktioniert auch über die App 🙂


 

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