„MIR REICHT’S! ICH GEH SCHAUKELN!“

Auf diesem Spielplatz in Berlin können die Besucher sich in einer Waschtrommel drehen, in einem Kleiderschrank hangeln, einen riesigen Tisch erklettern, in Töpfen kochen und Vieles mehr. Meine Kinder hatten jede Menge Spaß!

Alles dreht sich – im Hamsterrad. Foto: Schilling

Selbst entdecken und ausprobieren

Es ist cool mit spielplatztreff.de eine Plattform zu machen, die anderen hilft, schnell und unkompliziert Spielplätze in der Umgebung zu finden. Und noch schöner sind die Momente, in denen man selbst davon profitiert und interessante Spielplätze auf seiner eigenen Seite entdeckt, weil andere ihre Tipps teilen 🙂 So wie Spielplatztreff-User kat die oder der den Waschmaschinen-Spielplatz in Berlin Tempelhof-Schöneberg eingetragen hat. Auf den Fotos war ein großes Hamsterrad zu sehen und eine gute Bewertung gab’s obendrein: „Toll gestaltet, sehr schöne Idee. Ruhig gelegen“. Das hat uns neugierig gemacht. Also haben wir uns bei unserem kürzlichen Hauptstadt von unserer Spielplatztreff-App zum Spielplatz lotsen lassen.

Der Waschmaschinenspielplatz in der Spielplatztreff App. (Screenshots)

Drehwurm inklusive

„Coooool!!!!“, ruft der Große, der sich mit seinen fast 11 Jahren eigentlich inzwischen nicht mehr von allzu vielen Spielplätzen begeistern lässt. Gemeinsam mit seiner Schwester stürmt er auf die gelbe Waschmaschine zu – lustige Idee, das Hamsterrad so „zu verpacken“. Und dann wird sich erstmal ausgiebig gedreht… rechts rum, links rum, mal alleine, mal zu zweit, im Liegen, im Stehen, im Sitzen… alles Mögliches wird ausprobiert.

Ich probiere das Hamsterrad natürlich auch aus. Aber leider bekomme ich sofort einen Drehwurm und lass es lieber bleiben. Das gibt mir Gelegenheit, mich ein bisschen genauer auf dem Spielplatz umzusehen. Und was ich sehe gefällt mir. Eigentlich sogar mehr als das. Ich bin ganz angetan von der kreativen Gestaltung. Hier wurden nicht nur Spielgeräte aneinandergereiht, sondern hier hat sich jemand Gedanken gemacht und Ideen entwickelt, um eine Geschichte zu erzählen. Das sorgt nicht nur für Überraschungsmomente und Aha-Effekte bei Besuchern, die zum ersten Mal hier sind, sondern das schafft auch eine angenehme Spiel-Atmosphäre, wie ich finde.

Klettern über Stuhl und Tisch

Die Besucher dieses relativ kleinen Spielplatzes befinden sich nämlich bei genauerer Betrachtung in einer Wohnung mit allem, was so an Einrichtung dazugehört: Das Klettergerät rechts im Eingangsbereich ist beispielsweise gestaltet wie ein übergroßer Tisch mit zwei Stühlen, an denen die Kinder hochklettern können. Rutsche, Reck- und Feuerwehrstange sowie Kletternetz und -wand ergänzen dieses Angebot und ermöglichen durchdachte Herausforderungen, an denen kleine Kletterkünstler wachsen können.

In großen Töpfen rühren

Ein Herd mit riesigen Töpfen, der gleich neben dem Waschmaschinen-Hamsterrad platziert ist, lädt nicht nur zum Klettern, sondern auch zum Sandeln ein. Schön gemacht. Hier finden kleine Buddelmäuse ein entspanntes Plätzchen und sogar ein Versteck im blauen Wäschekorb auf der Waschmaschine.

Kochen oder waschen – was wird zuerst erledigt? Foto: Schilling

Kleiderbügel zum Hangeln

Meine Kinder sind, außer vom Hamsterrad, auch sehr begeistert vom großen Kleiderschrank, der ebenfalls allerlei Schnickschnack zum Klettern, Hangeln und Balancieren bereithält. Besonders spannendend sind die Kleiderbügel zum Hangeln. Daran testen beide ausgiebig ihre Griffkraft 🙂

„Mir reicht’s! Ich geh schaukeln!“

Als diese dann aber deutlich nachlässt und die Lust zum Hangeln ebenfalls, hält der Schrank auch noch den dazu passenden Motto-Spruch parat: „Mir reicht’s! Ich geh schaukeln!“ Wo gibt’s denn sowas? 😉 Und, wer hätte das gedacht, auch diese Möglichkeit bietet der Spielplatz. Denn neben den besonders gestalteten Spielgeräten ist auch genügend Altbewährtes am Start: eine Nestschaukel, ein Trampolin und sogar ein Bolzplatz. Aber Vorsicht: Vor dem Bolzen unbedingt die Benutzerordnung lesen. Hier werden bei Nichteinhaltung unglaublich hohe Strafzahlungen (25.000 Euro) angedroht. Ich musste zweimal hinschauen, bis ich die Zahl glauben konnte.

Hüpfen, schaukeln, bolzen. Hier wird vieles geboten. Foto: Schilling

Verschnaufpause mit Herausforderung

Als den Kindern vom vielen Hüpfen, Drehen, Schaukeln und Klettern die Puste ausgeht, nehmen sie Platz auf den bunten Bänken. Auch diese sind übrigens überraschend anders, nämlich groß und hoch und wollen erst einmal erklommen werden. Als das geschafft ist, machen es sich unsere beiden Spielplatz-Tester so richtig gemütlich.

Als wir zum Aufbruch rufen, sind sie leicht verstimmt. Sie wären gerne noch für eine zweite Spielrunde geblieben, aber wir sind zum Brunchen mit Freunden verabredet. Und so ein Kaffee wäre jetzt schon schön. Den gibt’s hier leider nicht in Sichtweite.

Unser Fazit: Ein rundum gelungener Spielplatz. Einfallsreich und kreativ gestaltet überzeugt er nicht nur optisch, sondern bietet auf relativ kleiner Fläche ein erstaunlich abwechslungsreiches Spiel- und Bewegungsangebot. Einzig und allein die vielen Graffiti-Schmierereien an den Geräten passen so gar nicht ins Bild. Wir finden: Ein Besuch lohnt sich definitiv, falls ihr mal in der Nähe seid. Wir freuen uns, wenn ihr eine Bewertung hinterlasst und uns verratet, wie euch der Spielplatz gefällt.

 

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