SPIELPLÄTZE AUS LÄNGST VERGANGENEN ZEITEN…

Bei Buch-Recherchen hat sich der Autor Jochen Schmidt unter anderem in Kasachstan umgeschaut und dabei Spielplätze aus längst vergangenen Zeiten entdeckt und dokumentiert. Es ist ein spannender, wenn auch etwas trostloser Blick zurück. Schaut selbst!

Schaukelsitz mit Liebe zum Detail und zwei Pionierfiguren. Foto: Jochen Schmidt

Stahlwippe und verwaiste Sandkiste mit Sonnenschutz. Foto: Jochen Schmidt

 

So bunt wie die Kletterstangen

Vor allem die Spielgeräte aus Stahlrohrgerüsten zum Klettern, Wippen und Schaukeln erinnern nicht nur den Autor, sondern auch mich ganz stark an die Spielplätze meiner Kindheit. Die fotografierten Arrangements in Kasachstan wirken etwas trostlos, weit und breit keine spielende Kinder. Aber in der Erinnerung sind die Spielplätze meiner Kindheit so bunt wie die Kletterstangen, lebendig und voller fröhlicher Besucher.

Bunte Klettergerüste aus Stahl. Foto: Jochen Schmidt

 

Spielplätze verraten etwas über die Gesellschaft

Heute begegnen uns solche bunten Stahlrohrgerüste in Deutschland nur noch vereinzelt. Spielplätze haben sich stark gewandelt in den letzten 50 Jahren. Es dominieren Kletter- und Spielgeräte aus Holz, umgeben von Sandflächen. Nett anzuschauen, sicher, aber oft auch nicht spannender als die Spielplätze in Kasachstan. Richtig attraktive, vielfältige Spielflächen, wie diese alla hopp! Bewegungs- und Begegnungsanlage in Heidelberg, sind leider immer noch eher selten. Woran liegt das?

Moderne Bewegungs- und Begegnungsanlage der alla hopp! Stiftung in Heidelberg Foto: alla hopp!

Schmidt meint: „an den Spielplätzen kann man viel über die Gesellschaft ablesen, weil sie einem davon erzählen, wie die Bedürfnisse der Kinder eingeschätzt werden“. Im Kern würde ich dem zustimmen. Ich glaube jedoch, dass die größte Herausforderung darin besteht, die Bedürfnisse der Kinder gegenüber den Bedürfnissen der Erwachsenen (u.a. Parkplätze, Straßen, Wohnanlagen, Shopping-Center) auch geltend zu machen. Das scheitert dann nicht selten an falscher Prioritätensetzung und daraus resultierendem Kompetenzen-, Personal- und Geldmangel.

Spielskulpturen – ein Dauerhit

Jochen Schmidt hat in Kasachstan übrigens auch diese zauberhaften Echsen-Spielskulpturen aus Stein entdeckt. Wenn es nach mir ginge, sollten sich solche Geschöpfe in jedem Fall in die heutige Zeit und auf aktuelle Spielplätze retten und viel mehr integriert werden. Sie sind robust, zeitlos schön und bereiten Kindern immer wieder riesigen Kletterfreuden.

Mit Glassteinen besetzte Stein-Echsen als Spielskulpturen. Foto: Jochen Schmidt

 

Vielen Dank, Jochen Schmidt, dass ich Ihre Bilder in meinem Blog veröffentlichen darf. Wer neugierig geworden ist, kann sich die restlichen Bilder und den dazugehörigen Artikel auf Zeit.de anschauen: Der letzte Hort der Utopie.

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