SPIELPLATZ-INFORMATIONEN VIA QR-CODE

Auf den Spielplätzen in Frankfurt (Oder) hängen seit neuestem QR-Codes, die direkt zur kostenlosen Spielplatztreff App mit allen Spielplatz-Informationen der Stadt führen. Super Idee! Wie kam es dazu? Wir haben nachgefragt.

Der QR-Code Aufkleber führt direkt zu den Spielplatz-Informationen der Stadt. Foto: WoWi FFO

Via QR-Code Aufkleber direkt zu den Spielplatz-Informationen der Stadt. Foto: WoWi FFO

 

Frau Bunk und Frau Manns, wie kamen Sie auf die Idee mit den Spielplatztreff QR-Codes?

Bunk: Nachdem die Spielplätze online waren, haben wir Spielplatztreff und die App auf unterschiedlichen Veranstaltungen beworben. Wir haben Kitas und Schulen angeschrieben und sogar allen Grundschulkindern eine Spielplatz-Postkarte mit dem Link zu den Spielplätzen in Frankfurt (Oder) auf Spielplatzplatztreff in die Sommerferien-Zeugnismappen gelegt.

Manns: Doch trotz dieser Maßnahmenerhielten wir weniger Rückmeldungen von den Internet-Nutzern, als wir uns das gewünscht hätten. Wir dachten: vielleicht brauchen wir noch andere Formen der Kommunikation, um mit den jungen Menschen in Kontakt zu treten? Und so kamen wir auf die QR-Codes.

Auf dem Hansestadtfest „Bunter Hering“ wurde ein Baum in der Wunschbaum-Allee mit den Spielplatz-Postkarten und den Wünschen der Besucher für die Spielplätze in der Stadt gestaltet. Foto: Manns

Auf dem Hansestadtfest „Bunter Hering“ wurde ein Baum in der Wunschbaum-Allee mit den Spielplatz-Postkarten und den Wünschen der Besucher für die Spielplätze in der Stadt gestaltet. Foto: Manns

Clever, denn jeder hat mittlerweile ein Smartphone…

Bunk: Genau. Und gerade die Eltern, die mit ihren Kindern auf dem Spielplatz sind, haben Zeit, sich vor Ort zu informieren oder vielleicht Kommentare zu hinterlassen. Aber auch für ältere Kinder mit eigenem Smartphone ist das eine feine Sache. Die können dann selbst schauen, wo gibt’s noch mal ein bisschen Abwechslung.

Manns: Und auch die Umsetzung war praktikabel. Denn dadurch, dass auf jedem Spielplatz ein Schild steht, war es einfach, Sticker anzufertigen und diese an die Spielplatz-Schilder oder eine andere gut sichtbare Stelle zu kleben. Deshalb hatten wir uns im Frühjahr an Sie gewendet und nach QR-Codes gefragt.

 

Warum ist Ihnen das Feedback der Nutzer so wichtig?

Manns: Weil wir das Feedback nutzen können, um daraus vielleicht auch ein Stück weit unsere Planungen abzuleiten. Wenn wir sehen, dass ein Spielplatz sehr nachgefragt ist, dann können wir uns an der Stelle überlegen, ob wir das Angebot ausbauen oder die Wartung erhöhen. Und auf der anderen Seiten, wenn wir sehen, da war seit drei Jahren keiner mehr spielen und der Spielplatz ist auch nur mit einem von fünf möglichen Entchen bewertet worden, dann können wir überlegen, inwieweit sich der Spielplatz aufwerten lässt.

Bunk: Außerdem ist es für die Nutzer ein sehr praktischer Weg, Hinweise, Ideen oder auch Beschwerden direkt an die zuständige Stelle zu schicken. Deshalb würden wir es sogar begrüßen, wenn noch mehr Nutzer Bewertungen hinterlassen. Daher auch die Aufforderung, sich aktiv zu beteiligen.

 

Wie gehen Sie mit Kritik an Ihren Spielplätzen um?

Bunk: Wir nehmen jede Bewertung ernst und reagieren ggf. auch darauf. Gerade wenn es Kritikpunkte gibt, können wir versuchen, zu begründen, warum wir uns für diese oder jene Umsetzung entschieden haben und warum wir zwar jeden Wunsch prüfen, aber nicht jeden erfüllen können.

Manns: In einem öffentlichen Dialog unterschiedliche Perspektiven auszutauschen, das ist uns sehr wichtig. Über die Antwort-Funktion auf Ihrer Plattform ist das ja möglich. Der Vorteil ist, wenn der Austausch mit den Nutzern über Ihre Plattform öffentlich ist, sieht auch der nächste, was hinter bestimmten Entscheidungen steckt. Das ist unser Verständnis von transparenter Dialogkultur und so möchten wir als Spielplatz-Betreiber mit solchen Bürgerumfragen umgehen.

 

122 Spielplätze in Frankfurt (Oder) einzutragen, war erst mal viel Arbeit. Wie haben Sie das gemeistert?

Bunk: Mir war klar, alleine können wir das neben den normalen Arbeitsaufgaben nicht stemmen. Wir hätten es nicht geschafft, alle Spielplatz-Informationen zusammenzutragen, Fotos zu machen und jeden einzelnen Spielplatz selbst einzutragen. Außerdem gab es bereits eine gute Dokumentation über Frankfurter Spielplätze in Papierformat, die vom Internationalen Bund zusammengetragen wurde. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als Frau Manns die richtigen Partner an einen Tisch geholt hat.

Manns: Die beiden größten Wohnungsunternehmen, die ja auch Spielplatz-Eigentümer sind, waren sofort mit dabei. Gemeinsam haben wir das Vorhaben im Bündnis für Familie Frankfurt (Oder) besprochen. Darüber kam der Kontakt zu einem Schulverweigerer-Projekt der Stiftung SPI NL Brandenburg zustande. Die jungen Leute haben Spielplatz-Informationen zusammengetragen, Spielplätze selbst getestet und Fotos gemacht. Das lief wirklich toll. Und am Ende war es für alle Beteiligten eine WIN-WIN-Situation. Nichts ist in der Schublade versandet, sondern wir haben ein gemeinsames „Produkt“ erschaffen. Jeder hat was gelernt, mitgenommen und etwas Produktives gemacht. Und ein großer Vorteil ist auch, dass wir nach dieser intensiven Bestandsaufnahme nun genau wissen, wie viele Spielplätze wir in der Stadt haben und wie diese ausgestattet sind. Denn dadurch, dass die beiden größten Wohnungsunternehmen und die Stadt hier zusammenarbeiten, sind bis auf ein paar vereinzelte Spielplätze alle drin.

 

Warum war es Ihnen, trotz des zusätzlichen Arbeitsaufwandes, so wichtig, Ihre Spielplatz-Informationen auf Spielplatztreff einzutragen?

Bunk: Ich war von der Idee, unsere Spielplätze auf Ihrer Plattform einzutragen, ja schon länger angetan. Spielplatztreff ist als kostenlose Informationsplattform für unsere Bürger ein tolles Angebot: Wo finde ich in meiner Nähe einen Spielplatz, mit welcher Ausstattung, für welches Alter? Deshalb bin ich froh, dass wir das gemeinsam hingekriegt haben. Denn wir wollen damit natürlich auch ein Statement als familienfreundliche Stadt abgeben und deutlich machen: Wir sind eine kinderfreundliche Stadt.

Manns: Kinder gehören dazu, die machen nicht nur Lärm. Aber sie sollen auch Lärm machen und deshalb betreiben wir Spielplätze. Und um diese Spielplätze so gut wie möglich zu gestalten, liegt uns viel am Feedback der Nutzer. Auch uns ist wichtig zu signalisieren: wir sind ein kinderfreundliches Wohnungsunternehmen. Deshalb legen wir großen Wert auf den Austausch mit unseren Mietern. Durch die Kooperation mit Spielplatztreff können wir unsere Nutzer über die vorhandenen Spielplätze informieren und in den direkten Austausch mit ihnen treten. Das ist super!

 

Fürchten Sie sich nicht vor dem Pflegeaufwand, der so eine Online-Präsenz mit sich bringt?

Manns: Nein. Das kriegen wir hin. Klar, jetzt müssen wir natürlich immer im Hinterkopf haben, dass wir die Informationen auf Spielplatztreff möglichst zeitnah aktualisieren, wenn auf einem Spielplatz etwas umgebaut, abgerissen oder ergänzt wird. Aber das ist absolut machbar. Die Bedienung der Plattform klappt wirklich reibungslos, da sind punktuell ein paar Änderungen schnell gemacht.

Bunk: Ich denke auch, die größte Anstrengung liegt hinter uns, die Informationen sind zusammengetragen und online. Jetzt profitieren wir in erster Linie davon und vor allem auch die Spielplatznutzer.

Dorit Bunk ist Abteilungsleiterin für Grünanlagen und Stadtservice bei der Stadt Frankfurt (Oder). Milena Manns ist im kommunalen Wohnungsunternehmen Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH zuständig für das Sozialmanagement und die Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam kümmern sie sich um die Spielplätze in Frankfurt (Oder) auf Spielplatztreff.deMöchten Sie als Gemeinde, Kommune oder Stadt ebenfalls Ihr Spielplatz-Angebot auf Spielplatztreff.de kostenlos präsentieren, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie!

 

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