SPIELPLATZ – DIE KONTAKTMÖGLICHKEIT FÜR GROSS UND KLEIN

Morgen, am 1. März, ist meteorologischer Frühlingsanfang. Und auch wenn sich die Sonne im Moment nur vereinzelt zeigt, ist die Frühlingswärme deutlich zu spüren.  Jetzt kann man die lieben Kleinen nicht länger im Haus halten – sie wollen nach draußen, laufen, hüpfen und spielen, am liebsten mit anderen Kindern.

Ein Spielplatz um die Ecke ist der ideale Ort, um nach den bewegungsarmen Wintermonaten wieder mit den Nachbarskindern um die Wette zu schaukeln und auf der Rutsche hinab zu gleiten. Spielen an der frischen Luft macht so viel Spaß, dass die Eltern Mühe haben, ihre Kinder abends wieder heimzubringen.

Auf dem Spielplatz mischen sich alle Altersgruppen: Die Eltern bringen die spielerfahrenden Kindergartenkinder und deren große Geschwister, die bereits in die Grundschule gehen, mit und schauen ihnen beim Spielen zu, während sie selbst auf den Bänken sitzen und mit den Kinderwägen wippen. Wenn die Kinder über den Besitz von Eimerchen und Schaufeln verhandeln, kommen die Mütter und Väter miteinander ins Gespräch und tauschen Kochrezepte, Karrieremöglichkeiten und Erziehungstipps aus.

Vor allem die Eltern, die seit längerer Zeit in der Familienphase sind, genießen den Kontakt mit anderen Erwachsenen. Der Mikrokosmos Spielplatz integriert sämtliche soziale Schichten, überwindet sprachliche Barrieren und fördert somit die soziale Kompetenz von Eltern und Kindern. Türkische Mütter bringen selbstgebackene Süßigkeiten mit, italienische Väter spielen mit den Kindern Fußball, dazwischen sitzen Tim und Ioannis, die zusammen mit Julia und Ayse eine Ritterburg im Sandkasten bauen. Das enge Verhältnis der großen „Spielplatzfamilie“ macht es möglich, dass eine Mutter ihr Kind auf dem Spielplatz lassen kann, weil sie weiß, dass es eine andere Mutter abends heimbringt; so kann sie selbst einen Behördengang erledigen oder Besorgungen machen.

Um auf dem Spielplatz mitspielen zu können, ist es am besten, wenn das Kind Kleider und Schuhe anzieht, die auch schmutzig werden dürfen. Kinder sind so ins Spiel vertieft und merken es nicht, wenn die Knie grau vom Sand oder grün vom Gras sind. Die Spielsachen, die sie mitbringen, sollten sich zum Spielen draußen eignen: Alles was durch Sand oder Dreck verstopfen oder unbrauchbar werden kann (z.B. elektrisches Spielzeug) sollte daheim bleiben. Auch kleinteiliges Spielzeug zum Auseinandernehmen (Bausteine) oder Stofftiere sind für draußen nicht geeignet. Eltern sollten ihren Kindern klarmachen, dass alles was sie zum Spielplatz mitnehmen, auch kaputt gehen oder sogar „verschwinden“ kann. Am besten zum Spielen im Sandkasten geeignet ist Strandspielzeug wie Förmchen, Schaufel und Eimer, für die Größeren ist ein Ball zum Fußballspielen ideal. Wenn die Eltern mit ihren Kindern Plumpsack oder Fangen spielen, ist es für sie bestimmt ein schöneres Erlebnis als noch ein neues Spielzeug zu bekommen.

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