TEIL II: DER PERFEKTE SPIELPLATZ

Im ersten Teil unserer BLOG-Serie haben wir uns mit der Sicherheit auf Spielplätzen beschäftigt. Heute wollen wir uns genauer ansehen, wie ein perfekter Spielplatz aussieht.

Uwe Lersch

Uwe Lersch ist Spielflächenplaner bei Kompan

Uwe Lersch, Spielflächenplaner beim dänischen Spielgeräteentwickler und –produzenten Kompan, hat sich auch dieses Mal wieder Zeit genommen, unsere Fragen zu beantworten. Vielen Dank!

 

Herr Lersch, gerade vor dem Hintergrund, dass unsere User auf Spielplatztreff selbst Spielplätze bewerten, frage ich Sie zunächst mal: Nach welchen Kriterien beurteilen Sie eigentlich Spielplätze?

Lersch: Aus professioneller Sicht eines Spielflächenplaners sind für mich folgende Kriterien bei der Beurteilung einer Spielfläche entscheidend:

Prio 1: Sicherheit auf dem Spielplatz
Da schaue ich, ob die Geräte den europäischen Sicherheitsnormen entsprechen, ob zum Beispiel die  Mindesträume zwischen den Geräten vorhanden und die stoßdämpfenden Materialen noch in Ordnung sind. Ich überprüfe, ob die Spielfläche verkehrssicher eingefriedet und diese Einfriedung verletzungssicher und nicht „ohne Weiteres“ übersteigbar ist. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch eine vollständig vorhandene Beschilderung  (Notrufnummern bei Unfällen, Bezeichnung des Spielplatzes und/oder  Straßenname zur Orientierung) und die Bepflanzung mit ausschließlich ungiftigen Pflanzen.

Prio 2: Art der Spielgeräte
Wir sprechen bei professionell geplanten Spielplätzen von „intelligenten Spielflächen“. Diese sollten möglichst den komplexen Anforderungen der Zielgruppe entsprechen. Das heißt, die Entwicklungsschwerpunkte der jeweiligen Altersklasse berücksichtigen und fördern sowie zur Erweiterung der kognitiven, körperlichen und sozialen Kompetenzen beitragen. Spielgeräte mit  wiederkehrenden Spielwerten und hohem Aufforderungscharakter, die vielfältige Aktions- und Bewegungsmöglichkeiten bieten, sind hier dringend notwendig.

Prio 3: Gesamteindruck der Spielanlage
Hier achte ich darauf, ob die Geräte noch der oder den tatsächlich präsenten Altersklassen entsprechen und ob Spuren von Vandalismus / Graffiti zu erkennen sind. Entscheidend ist weiterhin, ob die Fläche rechtswidrig genutzt wird, zum Beispiel als Schlafstelle, Treffpunkt für Wohnungslose oder Drogenabhängige. Die Gefahren für Kinder, die von Drogenabfällen, Spritzen, Exkrementen ausgehen, sind nicht zu unterschätzen.

Prio 4: Verwendete Materialien für Spielgeräte
Diese Frage stellt sich vor allem für mich als Spielflächenplaner in meiner täglichen Arbeit, denn davon hängen nicht zuletzt die Unterhaltungskosten für den Spielplatzbetreiber ab. Weichhölzer oder minderwertige Harthölzer weisen einige Risiken auf, wie zum Beispiel Spannungsrisse oder Pilzparasitenbefall. Schlecht legierte Edelstähle oder schlecht verzinkte Baustähle bilden schnell Roststellen oder weisen minderwertige Schweißnähte auf. Einfachkunststoffe bleichen und härten schon nach 2-3 Jahren aus. Effiziente Gerätesysteme sollten bei geringen Unterhaltungskosten eine Standzeit von mindestens 12 Jahren haben. Hochwertige Spielgeräte können sogar auch bei intensiver Bespielung durchaus 30 Jahre alt werden.

Ein Leitsatz dazu: Hochwertige Materialien und technisch durchdachte Konstruktionen schaffen vielfältige Aktions- und Bewegungsmöglichkeiten bei langfristiger Standzeit und geringen Unterhaltungskosten.

 

Beschreiben Sie doch mal DEN perfekten Spielplatz!

Lersch: Natürlich sollte ein perfekter Spielplatz zunächst einmal alle Sicherheitsvorgaben erfüllen. Im Idealfall ist ein Spielplatz nur für eine Altersklasse (0-3; 2-4; 4-8; 8-12; 12-16) konzipiert. Denn nur dann gelingt es, die Spielfläche genau auf die Bedürfnisse dieser einen Altersklasse auszurichten. Ist die Spielfläche für zwei oder mehrere Altersklassen ausgelegt, was überwiegend der Fall ist, müssen zumindest deutliche räumliche und optische Trennungen mit separater Beschilderung dafür sorgen, dass die jüngeren Kinder nicht von den älteren „überrannt“ werden können. Eine perfekte Spielfläche sollte immer auch integrativ angelegt sein. Das heißt, sie enthält Spiel- und Aktivitätssysteme, die Kinder mit körperlichen und/oder geistigen Handicaps einbeziehen und für Rollstuhl-gebundene Kinder barrierefrei angelegt sind. Der perfekte Spielplatz verzichtet auf eine Geländemodellierung (platzierte Felsen, Findlinge, Baumstämme, Hügel, etc.). Denn die Unterhaltungskosten sind in Abwägung zum spielflächenpädagogischen Nutzen zu hoch. Vielmehr bietet der perfekte Spielplatz auf einer planen Fläche altersgerechte Spielgeräte mit hohem Aufforderungscharakter und wiederkehrenden Spielwerten an.

Was den perfekten Spielplatz im Jahr 2009 nicht ausmacht sind traditionelle Einflüsse, Erwachsenensicht, erzwungene Pseudonatürlichkeit mit märchengleicher Optik, jedoch mangelnden Spielwerten. Spielgeräte, die zwar alle sicherheitstechnischen Auflagen erfüllen, jedoch trotzdem bedenklich sind, wie zum Beispiel Nestschaukeln auf relativ engen Spielflächen, Drehscheiben (Gefahrenquelle traumatischer Unfälle) oder Spielgeräte mit Fahrzeugaltreifen (Schadstoffbelastung).

 

Würden Sie sagen, Kinder sollten bei der Planung einer Spielfläche mit einbezogen werden, erst dann wird ein Spielplatz richtig gut?

Lersch: Nein, Kinder müssen überhaupt nicht bei der Planung eingebunden werden. Oft ist es eher hinderlich. Ich denke, gerade Kinderbefragungen in Deutschland sind überwiegend eine Farce. Wenn Kinder ihren Traumspielplatz basteln und malen sollen, entstehen vielleicht fantasievolle Entwürfe und Bilder. Aber das heißt nicht, dass am Ende ein geeigneter Spielplatz dabei herauskommt. Politisch gewünscht, spielraumpädagogisch eine Katastrophe. Denn Kinder wissen nicht, was aus spielraumpädagogischer, entwicklungspsychologischer sowie sicherheitstechnischer Sicht wichtig und richtig ist.

Mit der Begründung: „Ich weiß gar nicht, was Sie wollen, die Kinder nehmen es doch an.“ wird diese Vorgehensweise dann gerechtfertigt. Aber kann uns das wirklich genügen? Viel wichtiger wäre doch die Fragestellung: Inwieweit unterstützt ein auf diese Weise entstandenes Spielangebot optimal die kindliche Entwicklung und wie intensiv und langfristig machen die Kinder davon Gebrauch?!

Am sinnvollsten gehen, aus meiner Sicht, die skandinavischen Länder mit dem Thema um. Dort wird eine Spielfläche zuerst von professionellen Spielflächenplanern unter Berücksichtigung der zielgruppenspezifischen Bedürfnisse und der laufenden Unterhaltskosten geplant. Umliegende Spielflächen werden als Referenzspielflächen sondiert. Erst dann testet eine Kindergruppe die verschiedenen Spielflächen, Geräte und Systeme ausgiebig, Fotos und Filmsequenzen begleiten die Tests. Im Anschluss daran präsentieren die Kinder ihre Eindrücke und stimmen ab, was ihnen am besten gefallen hat. So verschaffen sie sich vor Ort einen direkten Eindruck und können auf dieser Basis unmittelbar urteilen und entscheiden.

Fazit: Wenn schon Kinderbefragungen, dann nur mit koordinierter und professioneller Auswertung oder exakt nach skandinavischem Vorbild. Mein Tipp: Besuchen Sie mal Spielplätze in Bottrop – eine Stadt ohne Kinderbefragungen!!

 

Wie stehen Deutschlands Spielplätze im europäischen Ländervergleich da?

Lersch: Das dänische Unternehmen, für das ich tätig bin, ist in 42 Ländern der Erde präsent. Um die Entwicklungen weltweit genau zu verfolgen und zu dokumentieren, unterhalten wir eine „Spiel-Institut“ genannte wissenschaftliche Einrichtung, die uns regelmäßig schult und laufende Ergebnisse zunächst intern, später auch für die weltweite Lehre und Forschung veröffentlicht.

Daher wissen wir sehr genau, welchen Platz unser Land bei Spielflächenanzahl, -größe und –budget im Verhältnis zu Bruttoinlandsprodukt und Bevölkerungsdichte einnimmt: Über Platz 36 kommen wir leider nicht hinaus. Beim Thema Kinderorientierung sieht es noch finsterer aus, hier belegen wir innerhalb der westeuropäischen Industrienationen den letzten Platz. Denn die Spielflächen in Deutschland entsprechen überwiegend nicht den aktuellen Bedürfnissen der Kinder – nicht zu verwechseln mit: „Wünsche der Kinder“. Wir schätzen den Anteil von nicht zielgruppenorientierten und vermeidbar unterhaltskostenträchtigen Spielflächen in Deutschland auf etwa 65 bis 70 Prozent – Tendenz schleichend rückläufig.

 

Was, glauben Sie, sind die Ursachen für das schlechte Abschneiden?

Lersch: Hier sehe ich drei Hauptgründe:

  1. Wir nehmen das Thema Spielflächen in Deutschland nicht ernst genug.
  2. Wir sehen Spielplätze immer noch überwiegend als ergänzenden Spaßfaktor an.
  3. Und zu viele Menschen meinen, Sie könnten Spielflächen planen bzw. Geräte bestimmen.

So erlebe ich es oft in meiner Arbeit, dass sich Eltern von ihrem traditionellen Denken, ihren Erinnerungen an die eigene Kindheit beim Blick in einen Spielgerätekatalog leiten lassen. Oder Politiker weisen insbesondere vor Wahlperioden ihre Grünflächenplaner an, ein von Eltern gewünschtes Gerät anzuschaffen. Obwohl es die zuvor von gleicher Seite gekürzten Spielflächen- und Unterhaltungsbudgets restlos überfordert. Landschaftsarchitekten, die in Deutschland aufgrund unseres traditionellen Denkens automatisch als Spielflächenplaner kategorisiert werden, verwechseln oftmals intelligente Spielflächen mit naturbezogener Selbstverwirklichung – handgeschnitzte Holzskulpturen oder gestalterische Ansätze dominieren, spielflächenpädagogische Ansätze bleiben auf der Strecke.

Das ist zwar aus den verschiedenen Perspektiven betrachtet verständlich. Aber aus professioneller Sicht, muss die Spielflächenpädagogik – im Sinne einer ganzheitlichen Kindesentwicklung – dringend als eine feste Größe in allen Instanzen in Deutschland Einzug halten, damit notwendige Systeminnovationen überhaupt zum Zuge kommen können.

Positiv stimmt mich, dass die Zahl der Verantwortlichen, die die Notwendigkeiten der Spielflächenpädagogik ernst nimmt, stetig wächst. Das gilt vor allem für die Sachbearbeiter für Spielflächenplanung in den Ballungszentren. Diese sind zumeist studierte Landschaftsarchitekten, die sich ausschließlich mit Spielflächen beschäftigen und somit bestens im Thema sind. Im krassen Gegensatz dazu liegt die Zuständigkeit bei mittleren und Kleinstädten oftmals beim Tiefbauamt. Dort wird den Tiefbauingenieuren das Thema Spielflächengestaltung einfach „angehängt“, obwohl diese zumeist ohnehin nicht wissen, wie sie die Flut ihrer eigentlichen Aufgaben bewältigen sollen.

Die Optik der Spielflächen bringt es an den Tag. Für mich ist sie die Visitenkarte zur tatsächlichen Kinderorientierung einer Kommune bzw. Wohnungsbaugesellschaft.

 

Vielen Dank, Herr Lersch, für dieses sehr interessante Interview!
Im nächsten Teil unserer BLOG-Serie wird es um „Altersgerechte Spielplätze“ gehen. In diesem Zusammenhang beschäftigen wir uns dann noch mal intensiver mit den Ansätzen der Spielflächenpädagogik.

Mehr lesen:
Teil I: SICHERHEIT GEHT VOR!
Teil III: ALTERSGERECHTE SPIELPLÄTZE

TEIL IV: SPIELPLÄTZE BRAUCHEN INNOVATION

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8 Antworten auf TEIL II: DER PERFEKTE SPIELPLATZ

  1. Ruben sagt:

    Ich finde den Aspekt, den mein Vorredner Herr Kroczek anspricht sehr zielweisend. Das beobachten der Kinder in einem Kindergarten, oder auch schon auf einem vorhandenen Spielplatz ist denke ich die beste Grundlage, um einen Spielplatz zu konzipieren. So kann man direkt sehen, was Kinder interessiert. Natürlich muss das Verhalten der Kinder durch den Beobachter richtig interpretiert werden. Aber durch ein wenig Einfühlungsvermögen und Erfahrung sollte das kein Problem sein. Zudem kann man auch z.B. Erzieherinnen befragen, diese können mit Sicherheit eine Auskunft über das Spielverhalten der Kinder geben. Wenn man dieses Wissen dann hat, muss eine Kompromisslösung zwischen dem perfekten und dem realisierbaren Spielplatz gefunden werden.

    Vielen Dank für den Artikel.

  2. Hallo Herr Lersch,

    das finde ich sehr nett von Ihnen, dass Sie hier antworten.
    Sie haben interessante Pläne mit dem „gedruckten“ Wort.
    Bin schon sehr gespannt auf Ihr Buch.
    Bei mir wird es sehr bald einen „laufenden Bericht“ über (vorerst) ein konkret laufendes Projekt „neues Spielgelände“. Dort werde ich im „Blog-Stil“ den o.g. Vorgang vom ersten Besuch und der ersten Aufnahmen vor Ort – bis zum fertigen Gerät dokumentieren.
    Ich hoffe, dass diese Bericht auch für Andere (Eltern,…) interessant sein werden.
    Als dann,…. hoffentlich bis bald:

    Manfred Kroczek

  3. Uwe Lersch sagt:

    Hallo, Herr Kroczek,

    vielen Dank für Ihre Blogbeiträge. Ich bin da ganz bei Ihnen. Derzeit schreibe ich an einem ganzheitlichen Fachbuch, dass Kinderorientierung in Deutschland genauso einschließt wie bedarfsgerechte Spielplatzplanung und Sicherheitsmanagement. Hier erläutere ich Sinn und Unsinn von Kinderbeteiligungen sowie die alberne Rechtslage in Deutschland zum Betrieb von Spielplätzen. Es ist ansatzweise eine missionarische Tätigkeit, sich im Luxusland Deutschland für Kinder einzusetzen.

    Gruß Uwe Lersch

  4. Uwe Lersch sagt:

    Hallo Madeleine,

    danke für die Stellungnahme zu meinen Inhalten. Es ist jedoch so gut wie unmöglich, anhand von Fotos einen Spielplatz zu beurteilen. Darüber hinaus ist es schwierig, einen „perfekten“ Kinderspieplatz zu finden, da es immer einen mehr oder weniger großen Anteil an Kompromissen gibt. Ich werde jedoch mal näherungsweise perfekte Spielplätze hier im Blog bzw. auf spielplatztreff.de veröffentlichen.

    Liebe Grüße Uwe Lersch

  5. Hallo Leser und Hallo Frau Schilling,

    es ist schon eine neue und sehr nette Erfahrung hier zu „bloggen“.
    Ich hoffe, ich darf doch wieder mal…
    Also seit einigen Wochen haben ich meine neue:
    http://www.Nestschaukel.de
    fertig. Dort sind schon inzwischen recht viele Tipps (auch bzgl. der Sicherheit) und Anregungen enthalten. Würde mich über Kommentare und konstruktive Kritik sehr freuen!

    Mit freundlichem Gruß

    Manfred Kroczek (_-„)

    P.S.: Noch zum Thema „Kinderbeteiligung“:
    Nach der TÜV-Aktion und dem Artikel „Todesfall Spielplatz“ gab es wieder einmal eine typische Reaktion der Politik. Frau Dr. Ursula von der Leyen kam mit der Idee einen (ja, genau EINEN) Spielplatz zu „sponsern“. Und wer soll den „entwerfen“? Natürlich die Kinder (Kindergarten,…). Eigentlich müsste man „quer“ denken, etwa so: Warum kommt niemand auf die Idee einen Kindergarten von Kindern entwerfen zu lassen? Ganz klar: diese Arbeit wird noch ernst genommen.
    Ist den der Entwurf eines Spielplatzes nicht wichtig genug um diese Aufgabe kompetenten, erfahrenen und ausgebildeten Menschen (die MIT und vor allem FÜR die Kinder arbeiten) zu Überlassen?

  6. Vielen Dank für Ihr Kompliment zu unserer Seite und unserem Blog! Schön, ein Volltreffer zu sein! Und ebenso danke für Ihren Kommentar zum Artikel / Interview. Der Aspekt zur „Verhaltenssprache der Kinder“ ist wirklich interessant! Ich bin gerade mit meinem Sohn in der Kita-Eingewöhnungszeit und es ist höchst interessant die Kinder dort auf dem Spielplatz zu beobachten.

    Übrigens… Teil III unserer Blog-Serie wird folgen und da werden u.a. auch die Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppen beleuchtet…

    Also ich würde sagen, der erste Versuch zu bloggen ist Ihnen gelungen 😉

  7. Liebe „Spielplatztreff“-Betreiber und Blogger,

    wollte eigentlich nur mal schauen was „bloggen“ überhaupt ist und dann gleich dieser Volltreffer…
    Einfach große Klasse diese Idee!
    Einer musste ja endlich den Anfang machen – danke Schillings.
    So, jetzt will ich es auch mal versuchen… ich meine zu bloggen.

    Zum „PERFEKTEN SPIELPLATZ“ vom Hr Lersch.
    Erst einmal… Hut ab lieber Herr Kollege!
    Es ist ein Artikel, den man in den s.g. Fachzeitschriften so nicht findet. Bin in sehr vielen Punkten einverstanden und es deckt sich mit meiner Erfahrung. So z.B.:
    – Kinderbefragungen sind Nonsens (man braucht nur die Zeichnungen zu sehen immer gleichen Elementen oder noch schlimmer gerade aktuellen Helden aus der TV-Werbung). Viel interessanter ist die „Verhaltens-Sprache“ der Kinder. Gehen sie in einen Kindergarten (da plane ich oft die Spielflächen) und schauen sich das Verhalten der Kinder an. Klettern die Kleinen auf Zäune und Bäume – klar: hier fehlen Klettermöglichkeiten wie Sprossen, Kletterwände, etc. Welche Laufrichtungen schlagen die Kinder ein? Suchen sie Rückzugsmöglichkeiten? Klar, was dann fehlt! Also kurz: viel wichtiger ist es zuzuschauen und dann FÜR die Kinder planen. Was ich noch zusätzlich berücksichtige ist die Umgebung, d.h.: welche Spielplätze es in der Nähe gibt, welche Spielmöglichkeiten,… um Wiederholungen zu vermeiden!
    Oh, jetzt habe ich doch mehr geschrieben als vorerst geplant – weiss gar nicht ob es so funktioniert mit dem bloggen.
    Also so viel für den Anfang – ich hoffe es gibt eine Fortsetzung…
    Schaut mal bei mir rein:
    http://www.klettermaximus.de
    http://www.motorik-segmente.de

    Freue mich auf Reaktionen und verbleibe
    mit freundlichem Gruß

    Manfred Kroczek (_-„)

  8. madeleine sagt:

    Liebe Spielplatztreff-Macher,
    vielen Dank für das gut recherechierte Interview. Interessant fand ich den Ansatz zur Spieplatz-Entwicklung. Ich glaube schon das es einem als Erwachsenen schwerfällt, sich von seinen Vorstellungen über das was man selber als schön und richtig empfindet zu lösen. Aber auch spannend der Aspekt das auch die Kinder eigentlich nicht ihren optimalen Spielplatz gestalten können. Schon logisch, betrachtet man das Ganze unter dem Sicherheitsaspekt. Mich würde jetzt nur mal interessieren welchen Spielplatz von den bislang gelisteten von Uwe Lersch als gelungen betrachtet wird.

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